Traunsteiner Frühlingsfest begeistert

von Redaktion

Festzug und Hochbetrieb – Zweites Wochenende folgt mit schwungvollem Programm

Traunstein – Bilderbuchstart für das Traunsteiner Frühlingsfest mit dem Festzug der Vereine am Sonntag als Höhepunkt des ersten Festwochenendes: Nach dem Bieranstich und dem schwungvollen Auftakt mit der Band „Brandig“ am Freitag herrschte bei herrlichem Frühsommerwetter am Wochenende Hochbetrieb auf dem deutlich größeren und mit mehr Fahrgeschäften als bisher bestückten Festplatz an der Siegsdorfer Straße. Auch das für 2.500 Personen vergrößerte Festzelt war immer gut gefüllt.

Am Samstag war Jugendtag, und es gab besondere Angebote für die jungen Besucher. Der Traunsteiner Trachtlernachwuchs trat auf, und für Kinder bis zwölf Jahre gab es eine kostenlose Brotzeit. Am Abend sorgten die Karolinenfelder im voll besetzten Zelt mit schwungvoller Volksfestmusik für beste Stimmung.

Höhepunkt am gestrigen Sonntag war der Festzug vom Traunsteiner Stadtplatz hinunter in die Au und zur Wiesn bei der Vieh-Versteigerungshalle. Dort bewirtete die Stadt die rund 700 Teilnehmer des Festzuges mit Bier und Wiesnhendln. Etwa 30 Vereine aus dem Stadtbereich nahmen mit einer Abordnung und – so vorhanden – ihren Vereinsfahnen und Standarten daran teil. Die Traunsteiner Stadtmusik spielte zuvor zünftig auf, als sich die Vereinsmitglieder um ihre Fahnenabordnungen scharten, gemütliche Unterhaltung pflegten und auf den Start des Festzuges warteten. Es war ein farbenprächtiges Bild, als sich am späten Vormittag nach und nach die Teilnehmer auf dem Stadtplatz einfanden. Viele Zuschauer säumten den Platz, und dazu kamen später die vielen Kirchenbesucher, die an diesem Tag in der Stadtpfarrkirche Sankt Oswald dem Festgottesdienst zur Erstkommunion beigewohnt hatten.

Nach dem Zwölf-Uhr-Läuten der Glocken von Sankt Oswald gaben die Traunsteiner Böllerschützen, die zwischen dem Maibaum und dem Stadtplatzbrunnen Aufstellung genommen hatten, das lautstarke akustische Startsignal für den Festzug. Der bewegte sich vom Stadtplatz aus über den Maxplatz und die Maxstraße den Salinenberg hinunter Richtung Festplatz. In einer Festkutsche fuhren Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer mit Familie, seine Stellvertreterin Burgi Mörtl-Körner und der wenige Tage zuvor neu gewählte Dritte Bürgermeister Karl Schulz Richtung Wiesn. Besonders stark vertreten waren die Traunsteiner Trachtenvereine, die im vergangenen Jahr das Gaufest in der Großen Kreisstadt ausgerichtet hatten. Und vollzählig waren auch die Gebirgsschützen dabei, die an gleicher Stelle eine Woche zuvor ihr 40. Wiedergründungsfest gefeiert hatten. Am Eingang begrüßten die Festwirte Rudi Zeif aus Traunstein und Valentin Thannbichler aus Übersee sowie Bräu Rudi Wochinger die Festbesucher.

Wie der Chef der kleinsten Traunsteiner Brauerei, Rudi Wochinger, verriet, ist das Festbier der auch im brauereieigenen Biergarten ausgeschenkte „Wochinger-Urtrunk“.

Wird beim Bier vernünftigerweise am Alkoholgehalt gespart, so lassen die beiden Festwirte bei den Wiesnschmankerln nichts zu wünschen übrig: Die Hendl, so verrieten Zeif und Thannbichler unserem Mitarbeiter, kämen täglich schlachtfrisch von einem Lieferanten aus dem Nachbarland Österreich. Kalkuliert habe man mit etwa 10.000 Portionen, also 5.000 Gickerln. Genauso viele wurden übrigens in der Vorwoche beim Patronatsfest der Gebirgsschützen von den Zeltbesuchern verspeist.

Am heutigen Montag, 11. Mai, geht es weiter mit dem Familientag mit ermäßigten Essenspreisen zu Mittag sowie reduzierten Preisen an den Fahrgeschäften. Ab 16 Uhr ist Kinderdisco im Festzelt und ab 19 Uhr treten verschiedene Showtanzgruppen auf.

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