Marquartstein – Ein Baustein auf dem Weg zum Klimaschutz ist eine klimafreundliche Wärmeversorgung. Bürgermeister Andreas Scheck konnte für das Jahr 2025 berichten, dass der Ausbau des Wärmenetzes weiter vorangeht. Weitere Trassenabschnitte wurden gebaut, insgesamt sind nun 123 Abnehmer an das Wärmenetz angeschlossen. Der größte Abnehmer wurde 2025 mit der Chiemgau-Klinik gewonnen. Mit dem Ausbau in diesem Jahr werden rund 300 Meter neue Leitungstrasse entstehen.
Konstante
Energiepreise
Entgegen negativen Meldungen zur Preisentwicklung hat die Wärmeversorgung Marquartstein seit Inbetriebnahme konstante Preise und zeigt damit gerade in der bestehenden Energiekrise Verlässlichkeit und weitestgehende Unabhängigkeit von globalen Schwankungen.
Im Jahr 2025 wurden viele Projekte angestoßen und vollendet. Dazu zählen unter anderem die Fertigstellung der neuen Bauhof-Halle, die auch als zentraler Anlaufpunkt im Not- und Katastrophenschutz dienen soll, die Erneuerung der Steuerungstechnik und Antriebseinheit bei der Hochplattenbahn sowie die Fertigstellung des Baugebietes „Am Sportplatz“ und die spätere Neuausrichtung in der Vergabe.
Bei den Wanderparkplätzen an der Hochplatte und am Hochgern wurde die Einführung von Parkgebühren begonnen. Die Planung des Glasfaserausbaus mit der AVACOMM startete. Eine Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung des Dorfplatzes Piesenhausen am Kriegerdenkmal wurde durchgeführt.
Ein Projekt, das den Ort längerfristig begleiten wird, ist die Ausarbeitung eines Planungswettbewerbs zur Bebauung des ehemaligen Bahngeländes mit dem Kindergarten, der Grundschule und eines Bürger-/Mehrzwecksaals.
In der „Neuen Ortsmitte“ (Schrobenhauser Areal) ist das Investorenprojekt leider aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gescheitert. Hier will die Gemeinde die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten sichern, führte Andreas Scheck aus. Eine Rückabwicklung des Verkaufs der Grundstücke ist geplant.
Für dieses Jahr ist die Sanierung von Teilbereichen der Abwasserkanäle vorgesehen, ebenso die Mitverlegung neuer Wasserleitungen im Zuge des Fernwärmeausbaus beim Trinkwassernetz und die Sanierung der Pettendorfer Straße.
Zwei Projekte, die den Ort in diesem Jahr ebenfalls begleiten werden, sind die Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der B307 und für den Ausbau des Hochwasserschutzes am Tennbodenbach.
Der Bürgermeister wies auf die Kritikpunkte der Gemeinde beim Ausbau der B307 hin, wie die Planungsgeschwindigkeit von 100 km/h, große Radien und dadurch ein maximaler Eingriff im Bereich der jetzigen S-Kurve (Natur- und Landschaftsbild). Es wird eine „Rennstrecke“ befürchtet und die damit verbundenen Lärmemissionen, die Unfallgefahr und die Auswirkungen auf das Wasserschutzgebiet.
Der Rathauschef konnte eine schriftliche Anfrage von Anwohnern der Schlossstraße zur Verkehrssicherheit bezüglich der geschilderten Bauvorhaben nicht konkret beantworten, da nur eines der genannten drei Bauvorhaben derzeit konkret ist und die Gemeinde hier auch keinen Einfluss auf die zeitliche Abfolge hat. Als Verbesserung während der Bauphase wird derzeit geprüft, den erworbenen Grundstücksstreifen im unteren Teil der Schlossstraße zu einem provisorischen Fußgängerstreifen herzurichten. Es wird auch auf die Einhaltung von Tempo 30 km/h geachtet und durch Kontrollen unterstützt. Die Gemeinde wird vom Wasserwirtschaftsamt Traunstein vor Beginn der Baumaßnahme Tennbodenbach eine Informationsveranstaltung für die betroffenen Bürger der Schlossstraße einfordern.
Eine Bürgerin fragte, wie Marquartstein im Katastrophenfall vorbereitet sei. Der Bürgermeister berichtete dazu, dass ein Plan für ein Blackout in Arbeit ist und vorhandene Notstromaggregate eingesetzt werden können. Bei Nachfragen zu den Abfahrtszeiten des Wanderbusses wurde auf die Website des „Achental Tourismus“ verwiesen. Auf die Frage, ob die Gemeinde das Carsharing neben dem Gemeindebus mit einem weiteren, normalen Pkw unterstützen will, verwies Andreas Scheck auf das Defizit. Dieses sei in Marquartstein durch die parallele Nutzung als Vereinsbus tragbar, in anderen Gemeinden ergeben sich jedoch auch bei normalen Pkw immer noch Defizite, die die Zukunft des Carsharing Achental bedrohen.
Helferliste für
das Gaufest liegt aus
Bürgermeister Andreas Scheck bedankte sich abschließend bei allen Bürgern, die sich ehrenamtlich für den Ort engagieren, den Mitgliedern des Gemeinderates und den Mitarbeitern im Rathaus. Er wünschte sich, dass alle gemeinsam weiterhin an einer lebenswerten und starken Gemeinde arbeiten.
Anschließend bat Festleiter Martin Heiler die Bürger, sich möglichst in die Helferliste für das Gaufest einzutragen, um die Planung der vielen anstehenden Arbeiten zu erleichtern. Andreas Scheck äußerte den Wunsch nach einem Gaufest, an dem die gesamte Gemeinde teilnimmt.