Bergen feiert ab dem morgigen Mittwoch ein Doppeljubiläum

von Redaktion

155 Jahre Feuerwehr und 150 Jahre Musikkapelle – Großes Programm im Festzelt und Festzug

Bergen – Ein großes Fest wirft seine Schatten voraus und am kommenden Mittwoch startet das größte Fest in Bergen seit über 30 Jahren. Das Dorf freut sich, die Geburtstage von Feuerwehr, die auf 155 Jahre blickt, und Musikkapelle, die es seit 150 Jahren gibt, zu feiern.

Großes Festprogramm mit Festsonntag als Höhepunkt. Bereits morgen wird zum Bieranstich und zum Tag der Betriebe und Vereine eingeladen. Die Musikkapelle Bergen mit ihrem großen Repertoire übernimmt die musikalische Umrahmung des Auftakts. Einlass ist ab 18 Uhr.

Am Vatertag, Donnerstag, 14. Mai, treffen sich ab 10 Uhr vor dem Festzelt Oldtimerfreunde mit ihren Fahrzeugen. Man darf gespannt sein, was es da alles zu bestaunen gibt. Im Festzelt wird derweil ein musikalischer Frühschoppen locken. Die Gastgeber haben sich zudem ein interessantes Familienprogramm mit Hüpfburgen für die Kleinen und einem Menschenkicker- Turnier überlegt. Ab 19 Uhr ist im Festzelt das Bier- und Weinfest mit Unterhaltung durch die Band „Brandig“.

Weiter geht es am Freitag, 15. Mai, mit der großen Zeltparty und mit „Dis M“ und im Anschluss mit Bradleys. Einlass ist auch hier um 18 Uhr. Karten gibt es bei Ticket Scharf. Unter dem Motto „Das kann Blasmusik“ steht der Festsamstag, 16. Mai, der um 14 Uhr mit einer musikalischen Jugendolympiade beginnt. Ab 18 Uhr ist Totengedenken mit Sternmarsch von vier Kapellen zum Festzelt. Dort findet ein stimmungsvoller Abend mit vier Musikkapellen statt.

Am Festsonntag heißt es früh aufstehen, denn die Gäste werden bereits um 8 Uhr begrüßt. Um 9 Uhr ist Aufstellung zum Kirchenzug und dann geht es gemeinsam Richtung Kurpark. Hier ist um 10 Uhr der Festgottesdienst. Nach diesem formieren sich die Gruppen zum Festumzug durch den Ort und wieder zurück zum Festzelt. Mit einem gemütlichen Ausklang mit der Weißbier-Musik enden die Festtage. Lang ist die Geschichte der Feuerwehr Bergen, die in der Festchronik lesenswert von Robert Zieher zusammengestellt wurde und eng mit der Maxhütte Bergen verwoben ist. So habe sich die Feuerwehr 1971 als Verein konstituiert und entstand aus dem Zusammenschluss der Werksfeuerwehr Maxhütte und der Ortsfeuerwehr Bergen. Die Feuerwehr Maxhütte Bergen hatte zwei Kompanien mit eigenen Kommandanten. Interessant ist weiter, dass es im Ortsteil Pattenberg eine weitere kleine Gruppe von Feuerwehrleuten gab, die sich zum Katastrophenschutz zusammenschlossen.

Das erste Feuerwehrhaus erhielt die Wehr 1875. Alarmiert wurde über das Sturm- und Feuerläuten der Kirchenglocken. Im Ersten Weltkrieg verringerte sich die Mannschaftsstärke von 141 auf 67 Mann und 1916 waren es nur mehr 56 Feuerwehrler.

Den Zweiten Weltkrieg überstand die Wehr dank des vorausschauenden Vereinsvorstands recht gut. Doch zum Ende des Krieges hin gab es kaum noch eine aktive Wehr. 1946 dann wurde gemeldet, dass die Feuerwehr wieder 29 Mitglieder hat und weiter existiert.

Ohne Musik sind Feste kaum vorstellbar und wie schön ist es doch, wenn ein Ort auf eine eigene Musikkapelle zurückgreifen kann. 1876 gründete Johann Beinkofer zusammen mit sieben Musikliebhabern die Musik-Capelle Bergen. Gemeinsam wurden Musikinstrumente angeschafft und auch ein Übungsraum gefunden. Die Verbindung zur Feuerwehr entstand 1885, als der erste Feuerwehrball abgehalten wurde und die Musikkapelle aufspielte. Auch bei der Kapelle führten die Kriege zu einem Innehalten. Über das vergangene Jahrhundert konnte sich der Verein dann sehr gut halten und feierte große Erfolge. Trotz der 150 Jahre ist die Kapelle jung geblieben, setzt auf Nachwuchs und kann auch ein großes musikalisches Repertoire vorweisen. Gründe, den 150. Geburtstag zu feiern, gibt es folglich viele. tb

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