Olympiasiegerin begeistert Wössner Schüler

von Redaktion

Beim Sponsorenlauf für Uganda gibt Skicrosserin Daniela Maier die Vorturnerin für 500 Kinder

Unterwössen Skicrosserin Daniela Maier, Olympiasiegerin in Livigno, hat vor den Schulkindern in der Aula der Grund- und Mittelschule Unterwössen erzählt, wie man sich eine Goldmedaille erkämpft. Eingeladen hatte Lehrer Michael Mayer zum jährlichen Lauftag der Schulen. Neben der Unterwössner Schule nahmen die Grundschüler aus Reit im Winkl, Schleching und erstmals Marquartstein-Niedernfels teil.

Die Aula war voll besetzt, als Maier sich kurz vorstellte. Aufgewachsen in Furtwangen im Schwarzwald ist sie seit einigen Jahren in Marquartstein zu Hause. Sie ist Polizeiobermeisterin bei der Bundespolizei, ihr Alltag ist Training am Leistungssportzentrum in Bad Endorf.

Sie verwies auf die mitgebrachten Bilder auf der Leinwand: „Da seht ihr eine kleine Dame, die ungefähr in eurem Alter war und unheimlich viel Spaß an Sport hatte. An jedem Sport.“ Als Kind habe sie im Wohnzimmer Rad geschlagen, Hoch- und Weitsprung betrieben und sei jahrein, jahraus auf den Skiern unterwegs gewesen – „bei Sturm, bei Sonnenschein, bei Regen“. An Olympia habe sie dabei keinen Gedanken verschwendet. Ihr Vater habe den Skicross irgendwann selbst ausprobiert und gemeint, das sei genau das Richtige für sie. „Das habe ich dann gemacht. Und das war es dann.“

Zur Karriere gehörten auch Rückschläge. Ein Knorpelschaden im Knie 2017 erforderte drei Operationen; ein Syndesmosebandriss 2024 warf sie erneut zurück. Sie habe sich jeweils Schritt für Schritt zurückgekämpft, sagte Maier. „Wenn ihr beim Laufen denkt, ich kann nicht mehr, denkt daran, dass es wichtig ist, noch mal eine Stufe weiterzugehen. Das lohnt sich.“

Inzwischen waren die Schüler der auswärtigen Schulen eingetroffen, und es ging ins benachbarte Stadion am Zollweg. So bei der Sache wie beim Aufwärmen mit Daniela Maier sind die Schüler sonst nie. Die Rasenfläche wimmelte von rund 500 Schülern, die eifrig die Übungen nachmachten, die die Olympiasiegerin in einem abwechslungsreichen Aufwärmprogramm vorturnte. Offensichtlich hatte Maier dabei ebenso viel Spaß wie die Kinder. „Jetzt nach der Saison ist es etwas ruhiger. Da kann ich für so einen schönen Termin schon einmal mein Training etwas im Tag verschieben“, erklärte sie auf Nachfrage.

Wunderbar aufgewärmt starteten die Schüler in den Hauptlauf des Tages. Angeführt von Lehrer Mayer und einer Schülergruppe in leuchtenden Westen gingen die Kinder im Massenstart im Stadion auf die Strecke. Diese führte über die Laufbahn aus dem Stadion hinaus, um den nahen Wertstoffhof herum und über den Streichenweg zurück. Am Stadion vorbei liefen sie in die nächste, etwa 1,7 Kilometer lange Runde – wenn es die Ausdauer für eine weitere Runde noch hergab. „Die Kinder haben sich recht geplagt“, lobte Lehrer Mayer die Anstrengungen der Schüler. Viele der jungen Läufer schafften beeindruckende drei Runden. Im Anschluss gab es Staffelwettbewerbe zwischen den beteiligten Schulen.

Im Vorfeld des Lauftages hatten die Schüler Sponsoren gewonnen – oft nahe Verwandte, aber auch Unternehmen –, die ihre Laufleistung pro Runde finanziell unterstützten. Das gesammelte Geld soll für verschiedene Projekte eingesetzt werden, vor allem aber für die Kinderhilfe Uganda. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der Kindern und Jugendlichen in mehreren Volks- und weiterführenden Schulen in Uganda den Schulbesuch ermöglicht.

Schulrektor Otto Manzenberger dankte für die Organisation des Lauftages der Lehrerschaft der beteiligten Schulen, Organisator Michael Mayer, dem Elternbeirat und der Feuerwehr, die die Laufstrecke sicherte. lfl

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