Staudach-Egerndach – Die Zeiten des Männergremiums in Staudach-Egerndach sind vorbei: Bürgermeisterin Martina Gaukler erhält im Gemeinderat nun weibliche Verstärkung. In der konstituierenden Sitzung gab sich der Rat eine Geschäftsordnung und wählte zudem Bastian Starflinger zum Zweiten Bürgermeister.
Vor der Wahl des Zweiten Bürgermeisters stand die Vereidigung der neuen Gemeinderatsmitglieder an. Mit Sarah Demmler-Schmittem, Christina Huber und Katharina Pointner sind nun drei Frauen im zwölfköpfigen Gemeinderat vertreten. Zudem wurden Andreas Perl und Gregor Bauer vereidigt, die ebenfalls neu im Gremium sind.
Nachdem der neue Gemeinderat einstimmig dafür votierte, nur einen stellvertretenden Bürgermeister zu wählen, stellte sich Bastian Starflinger vor und erklärte, dieses Ehrenamt gerne übernehmen zu wollen. In geheimer Wahl entfielen 13 Stimmen auf ihn, womit Bastian Starflinger einstimmig gewählt wurde. Auf weitere Stellvertreter wurde verzichtet.
Sollten Bürgermeisterin Gaukler und Starflinger verhindert sein, so tritt an ihre Stelle der älteste Gemeinderat, Franz Just (57). Der neu formierte Gemeinderat wird für die nächsten sechs Jahre zusammenarbeiten.
An Ausschüssen gibt es lediglich den Rechnungsprüfungsausschuss, der sich aus fünf Räten zusammensetzt. In diesem wirken drei Räte der UWG und zwei der CSU mit. Gewählt wurden Andreas Fritzenwenger (UWG), Michael Hofer (UWG), Christina Huber (UWG), Gregor Bauer (CSU) und Dr. Andreas Mader (CSU). Die Stellvertreter sind Katharina Pointner (CSU), Franz Just (UWG), Sarah Demmler-Schmittem (UWG), Herbert Weber (UWG) und Sebastian Gemacher (CSU). Als Vorsitzender wurde, wie in der vergangenen Wahlperiode, Dr. Andreas Mader gewählt.
Auch eine neue Geschäftsordnung wurde verabschiedet, die unter anderem die Art der Bekanntmachung von Satzungen regelt. Der gesamte Satzungstext wird nicht mehr in der Gemeindezeitung abgedruckt, sondern lediglich ein Hinweis auf Beschlussfassungen und Änderungen. Die Satzung im vollen Wortlaut wird digital abrufbar sein. Wer keinen digitalen Zugang hat, kann die benötigte Satzung auch telefonisch im Rathaus anfordern. „Wir werden diese dann ausdrucken und zuschicken“, versprach die Bürgermeisterin, die dies als Serviceleistung der Gemeinde sieht. Das Amtsblatt werde somit in ein Mitteilungsblatt umgeändert, an der Gemeindezeitung wird jedoch festgehalten.
Zudem wurde über die Höhe des Sitzungsgeldes beraten, das jeder Gemeinderat als Aufwandsentschädigung erhält. Man einigte sich mit einer Stimme Mehrheit darauf, das im Jahr 2014 auf 25 Euro festgelegte Sitzungsgeld auf 30 Euro zu erhöhen. tb