„Willkommen Mai! Mit frohem Sinn – wir gehen zu Maria hin“ – mit diesem ältesten Zeugnis der Marienverehrung im Monat Mai im Maigesang von König Alfons X. von Kastilien (+ 1284) hieß Bayernbund-Kreisvorsitzender Christian Glas Ehrengäste, Mitglieder und weitere Gläubige zur traditionellen Bayernbund-Maiandacht willkommen. Treffpunkt war heuer die Mariensäule beim Pfarrhof der Pfarrgemeinde „Mariä Himmelfahrt“ in Prien. Zu Beginn erinnerte Christian Glas an die Entwicklung der Marienverehrung in Bayern, die offiziell durch Kurfürst Maximilian I. mit der Ernennung Marias zur „Patronin Bayerns“ begann. „1610 ließ der Kurfürst eine Münze prägen, die Maria als Schutzpatronin Münchens zeigt. Im Dreißigjährigen Krieg legte er das Gelübde ab, ein gottgefälliges Werk errichten zu lassen, falls München und Landshut vom Krieg verschont blieben“. Nachdem beide Städte im Krieg verschont wurden, ließ Maximilian I. 1638 eine Mariensäule auf dem Münchner Marienplatz errichten. Die Mariensäule ist inzwischen der offizielle geografische Mittelpunkt Bayerns, von diesem zentralen Messpunkt aus werden alle Entfernungen für die Wegweiser und Straßenkilometer in die bayerische Landeshauptstadt gemessen. Die Maiandacht wurde von Pfarrer Philipp Werner und von der Bayernbund-Musik unter der Leitung von Rudi Piezinger gestaltet.
Fotos / TEXT Hötzelsperger