Übersee – Die Jubiläumsfeier zu 40 Jahren Naturpavillon Übersee am Zellerpark war ein voller Erfolg für Jung und Alt. Trotz anfänglich kühler Temperaturen und Nieselregen kam im Laufe des Vormittags die Sonne heraus und das Fest mit zahlreichen Attraktionen dauerte bis in den späten Nachmittag an.
Der 1986 gegründete Naturpavillon, eine Zweigstelle des Landesbunds für Vogelschutz (LBV), Umweltstation Wiesmühl, hat sich zu einem gefragten Bildungszentrum entwickelt, das Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Natur näherbringt. Unterstützt wird er dabei von der Gemeinde, Vereinen, Schulen und Kindergärten der gesamten Achentalregion und des Landkreises. Nach der musikalischen Eröffnung durch die „Chiemseespatzen“ begrüßte Martina Mitterer, Leiterin und Geschäftsführerin des Naturpavillons, die Gäste. Bürgermeister Herbert Strauch erinnerte an die ersten Überlegungen im Umweltministerium im Jahr 1977 und zitierte Dr. Franz Forchheimer aus dem Jahr 1980, der bereits damals die Notwendigkeit der Aufklärung zum Schutz der Natur betonte. Strauch hob die anhaltende Aktualität des Themas hervor und dankte Mitterer für die wichtige Umweltbildung.
Helmut Beran, Geschäftsführer Naturschutzpolitik und Personal beim LBV, betonte, dass Umweltbildung vor 40 Jahren keine Selbstverständlichkeit war. Der LBV sei vor 30 Jahren als Partner hinzugekommen, mit dem Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Seit 2019 ist der Naturpavillon eine Außenstelle der staatlich anerkannten Umweltstation Wiesmühl unter der Trägerschaft des LBV in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Übersee. Ein Schwerpunkt der Feier lag auf den 17 Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030, die in Kooperation mit dem Ökomodell Achental an Mitmachstationen erlebbar gemacht wurden.
Altbürgermeister Peter Stöger berichtete von den finanziellen Herausforderungen in den Anfängen und der Eröffnung des Naturpavillons kurz nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl.
Das bunte Festprogramm umfasste zahlreiche Mitmachstationen wie „So bunt ist die Wiese“ und „Leben unter Wasser“, einen Maimarkt mit Pflanzentausch- und Bauernmarkt, Stände mit regionalen Produkten, Bastelaktionen, Herstellung von Naturkosmetik, Wildkräuterwissen sowie Informationen zu Balkonkraftwerken und Klimaschutz. Ein Kinderflohmarkt ergänzte das Angebot.
Musikalisch umrahmt wurde das Fest von den „Chiemseespatzen“, dem „Cantiamo Chor“, der „Hast Dawei Musi“, den Feldwieser Trachtenkindern und der Überseer Blaskapelle. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt und der Familienstützpunkt bot kostenloses Eis an.gi