Jahrelangen Einsatz für Siegsdorf gewürdigt

von Redaktion

Gemeinde verabschiedet ausscheidende Bürgermeister und Gemeinderäte

Siegsdorf – „Die Verwaltung plant – aber ihr habt gelenkt und geführt!“ In entspanntem und gemütlichem Rahmen verabschiedete die Gemeinde Siegsdorf im Klostergasthof Maria Eck ihre ausscheidenden Bürgermeister und Gemeinderäte.

Bürgermeister Christian Scheck freute sich in seiner Begrüßung über das Beisein von Altbürgermeister Franz Maier und seiner Frau Johanna sowie fast aller „alten und neuen Gemeinderatsmitglieder“. Nach einem langen Tag mit einer Klausur zum Kennenlernen von Räten und Verwaltung war dies nun ein würdiger Abschluss für viele, die lange Jahre die Entwicklung der Gemeinde Siegsdorf wesentlich mitgeprägt haben.

Amtsleiter Hermann Haslinger, der den Abend zusammen mit den Referatsleitern vorbereitet hatte, blieb es vorbehalten, die ausscheidenden Bürgermeister und Gemeinderäte entsprechend zu würdigen. Mit sehr persönlichen, von einer langen Zeit der Zusammenarbeit geprägten Worten schaffte es Haslinger, die Wesensarten der einzelnen Ratsmitglieder humorvoll verpackt hervorzuheben. „18 Jahre im bürokratischen Schleudersitz, aber immer zum Wohl der Gemeinde“, überschrieb der Amtsleiter die Zeit der drei ausscheidenden Bürgermeister und begann mit rund 4.500 Arbeitstagen, 835 Sitzungen und einer gigantischen Menge Kaffee, die Thomas Kamm in 18 Jahren als Bürgermeister zu bewältigen hatte.

Sein unerschütterlicher Optimismus gegenüber der Bürokratie, seine ministerielle Geduld bei den Debatten im Gemeinderat und sein legendärer Satz: „Iatz lass ma’s erst mal so steh und schau’n a mal“, beruhigten so manches emotional aufgeladene Thema. Mit einem Bildband „Evolution unseres Bürgermeisters in 18 Jahren Amtszeit“ bedankten sich Gemeinde und Verwaltung bei Thomas Kamm für das Vertrauen und den Humor in der langen Zusammenarbeit.

Als „Urgestein der Kommunalpolitik“ verlässt auch Manfred Guggelberger den Gemeinderat. „24 Jahre lang, davon 18 Jahre als Zweiter Bürgermeister an der Seite von Kamm, warst du eine tragende Säule in der Zusammenarbeit, immer verlässlich und loyal und mit einem offenen Ohr für die Anliegen der Menschen“, bedankte sich Haslinger und lobte den bisherigen Dritten Bürgermeister Martin Maier, der ebenfalls 18 Jahre lang das „Bürgermeister-Trio“ komplettiert hatte. „Dein fundiertes Wissen, das dich zum Sprachrohr für den ländlichen Raum machte und deine Fähigkeit, den Menschen zuzuhören, werden der Verwaltung und den Bürgern fehlen“, war sich Haslinger sicher.

Für jeden der ausscheidenden Gemeinderatsmitglieder hatte Haslinger ebenfalls ganz persönliche Beschreibungen parat. „Der Unermüdliche und Ausdauernde“ Klaus Gimpl aus Hammer, „Die Stimme der Natur aus Eisenärzt“ Sepp Egger, „der handwerkliche und pragmatische Glücksbringer“ Tobias Zenz aus Hammer, Martin Hunglinger aus Vogling – „der Brückenbauer zu Kultur und Trachtenverein“, Maximilian Mader aus Molberting als „frische Stimme der Jugend und der Zukunft von Siegsdorf“ und der „Verlässliche und geschätzte Nachrücker“ Bernhard Kübler aus Hammer wurden von Haslinger launig dargestellt und verabschiedet.

Als der Amtsleiter an den im Jahr 2023 verstorbenen Gemeinderat Rainer Klapfenberger erinnerte, wurde es ehrfürchtig still im Saal. „In tiefer Dankbarkeit und Aufrichtigkeit möchte ich an unseren treuen Weggefährten Rainer erinnern, der zwar kein Mann der leisen Töne war, aber seine Sache immer im tiefsten Respekt und mit unermüdlichem Einsatz vertrat. Nehmen wir seinen Mut, seine Fairness und seine tiefe Liebe zu Heimat und Ehrenamt mit in die Zukunft“, bat Haslinger die Anwesenden. fkr

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