Schleching – Die erste Sitzung des neuen Bürgermeisters und des Gemeinderats in neuer Zusammensetzung verlief lebendig und harmonisch. Gemeinsam mit Geschäftsleiter Martin Plenk und Johanna Detsch von der Verwaltung sowie vielen Zuhörern im Sitzungssaal des Rathauses wurde Bürgermeister Thomas Müllinger (Bürger für Schleching) vom ältesten Gemeinderatsmitglied, Michael Eisenberger (SPD), vereidigt. Müllinger sah sein Wahlergebnis als riesigen Vertrauensbeweis und versprach, es mit Herz und Verstand umzusetzen. Ihm war wichtig, dass im Ort ein gutes Klima herrscht und alle gemeinsam Schleching voranbringen.
Aufruf zur harmonischen
Zusammenarbeit
Als sehr wichtig sah Müllinger die Vereine im Ort und die ehrenamtlich Tätigen. Als weiteres Fundament nannte er den Zusammenhalt zwischen Alt und Jung. Er betonte, „Zuhören ist oft wichtiger“, und lud alle Bürger und Gemeinderäte dazu ein. Er gratulierte auch den Gemeinderäten zu ihrer Wahl und freute sich, dass der Rat mit den neuen Mitgliedern jünger und weiblicher geworden ist. Am Herzen lag ihm das gute und vertrauensvolle Verhältnis zwischen ihm, dem Gemeinderat und der Verwaltung. Danach wurden die neu in den Gemeinderat Gewählten feierlich mit dem Nachsprechen des Amtseids vereidigt: Elisabeth Forte, Markus Haumaier, Franz Loferer, Felix Schuler, Gabriele Speiser und Christine Zaiser (alle BfS) sowie Katharina Gasteiger und Remigius Bachmann (beide CSU). Für die Gemeinderatsmitglieder, die im Anschluss an ihre Amtszeit erneut gewählt wurden, entfiel der Amtseid: Michael Bachmann (CSU), Michael Eisenberger (SPD), Martina Hammerl-Tiefenböck (BfS) und Timo Kleinschroth (CSU).
Weiter ging es um die Wahl des Zweiten Bürgermeisters sowie die Festlegung der Anzahl weiterer Bürgermeister. Einstimmig wurde entschieden, dass es Stellvertreter geben soll. Als erste Stellvertreterin des Bürgermeisters wurde Martina Hammerl-Tiefenböck gewählt. Christine Zaiser (beide BfS) wurde als weitere Stellvertreterin für den Notfall bestellt, falls beide Bürgermeister verhindert sind.
Thomas Müllinger referierte über den Erlass der Geschäftsordnung des Gemeinderats für die Legislaturperiode 2026 bis 2032, die die Grundlage für das Handeln und Zusammenwirken des Bürgermeisters, des Gemeinderats und der Ausschüsse vorgibt. Der Bürgermeister orientierte sich dabei an der Mustersatzung des Bayerischen Gemeindetages. Einstimmig wurde beschlossen, dass sowohl der Bürgermeister als auch die Verwaltung weiterreichende Entscheidungsfreiheiten bezüglich laufender Verwaltungsangelegenheiten bei Ausgaben erhalten und der sogenannte „Bauturbo“ bis auf Weiteres beim Gemeinderat zur Entscheidungsfindung verbleibt. Müllinger war es dabei wichtig, dass die Gemeinderäte über alle wichtigen Anliegen informiert und beteiligt werden.
Die Bildung von Ausschüssen liegt im Ermessen des Gemeinderates. Thomas Müllinger vertrat die Ansicht, dass es in kleineren Gemeinden wie Schleching besser ist, wenn das gesamte Gremium in Entscheidungen eingebunden wird. Nur ein Rechnungsprüfungsausschuss hatte sich in den vergangenen Jahren bewährt. Für diesen wurden gewählt: Markus Haumaier als Vorsitzender sowie Gabriele Speiser und Felix Schuler (alle BfS) und Timo Kleinschroth und Katharina Gasteiger (CSU).
Damit die Schlechinger Bürger weiterhin die Möglichkeit haben, in ihrem Heimatort zu heiraten, wurde der Bürgermeister einstimmig zum Eheschließungs-Standesbeamten bestellt. Kraft seines Amtes ist er zudem Verbandsmitglied des Abwasserzweckverbands (AZV) Achental mit seiner Stellvertreterin. Zusätzlich muss die Gemeinde einen Verbandsrat bestellen. Dieses Amt hatte Timo Kleinschroth die vergangenen zwölf Jahre ausgeübt und wurde dafür wiedergewählt. Als sein Stellvertreter wurde Franz Loferer gewählt.
Felix Schuler ist
Jugendbeauftragter
Johanna Detsch von der Gemeinde erläuterte den Räten den Austausch mit der Kommunalen Jugendarbeit KoJA, der Fachstelle im Landkreis Traunstein. Bisher war das ehemalige Gemeinderatsmitglied Felix Laubhuber der Jugendbeauftragte. In der Sitzung wurde einstimmig Felix Schuler (BfS) für dieses Amt gewählt. Er wird die Interessen der jungen Menschen in der Gemeinde vertreten und die Zusammenarbeit mit Initiativen, Gruppen und Vereinen koordinieren.
Die Dorferneuerung (TG Schleching) ist eigentlich abgeschlossen. Für letzte Formalitäten wurde noch ein Vertreter der Gemeinde gewählt: Die Wahl fiel auf Christine Zaiser, als Stellvertreterin wurde Martina Hammerl-Tiefenböck bestimmt.