Grabenstätt – Noch bis zum morgigen Sonntag läuft die sehenswerte Gemäldeausstellung „Lieblingsbilder entdecken – Originale in Öl und Acryl“ der heimischen Künstlerinnen Judith Steinbacher und Kornelia von Bomhard im Saal der Grabenstätter Schlossökonomie. Ein Muss für alle Freunde der farbenfrohen und ausdrucksstarken Malerei.
Während von Bomhards Bilder in Acryl- beziehungsweise Acryl-Mischtechnik gemalt sind, hat Steinbacher ihre Werke mit Ölfarben geschaffen. Gemein sind ihnen die intensiven Farben und ungezwungenen Formen und Konturen, die den Betrachter ansprechen, nicht mehr loslassen und zum Nachdenken und Träumen anregen. Dass die beiden Künstlerinnen erstmals gemeinsam ausstellen, ist einem Zufall geschuldet: Wären sie sich vor einiger Zeit nicht in der Traunsteiner Galerie Fuchsgrube über den Weg gelaufen und miteinander ins Gespräch gekommen, würde es diese besondere Ausstellung gar nicht geben.
„Aus dem Chaos das Schöne herausfiltern, feine Kompositionen herausarbeiten, sodass Formen und Farben ihre bestmögliche Wirkung erzielen“, beschrieb von Bomhard am Rande der gut besuchten Vernissage ihren abstrakten Malstil und ihre Leidenschaft, der sie seit fast vier Jahrzehnten nachgeht. Das facettenreiche Spiel mit den Farben hat es ihr einfach angetan, und sie möchte damit in einer turbulenten Welt Freude und Zuversicht verbreiten. Auch in Grabenstätt gelingt ihr dies mit ihren ausgestellten Kunstwerken, die so spannende Titel wie „Feuersturm“, „Gewitter“, „Tiefsee“, „Feuerwerk“, „Lichtblick“ und „Fernweh“ tragen. Die Neugier des Betrachters wird im Nu geweckt und dessen Kopfkino schaltet sich an. Die in Prien am Chiemsee geborene und am Starnberger See aufgewachsene Juristin und Künstlerin von Bomhard hat schon vielerorts Ateliers betrieben, und ihre Vita ist gespickt mit Ausstellungen in nah und fern.
Steinbacher, die in Altenmarkt an der Alz als Tochter des bekannten Reiseschriftstellers, Fotografen, Forschungsreisenden und Pioniers des Kanusports Herbert Rittlinger das Licht der Welt erblickte, am Seeoner See aufwuchs und nach der Schulzeit die Akademie für das Grafische Gewerbe in München besuchte, war lange Zeit für den Kindergarten-Fachverlag tätig und hat seit 1974 rund 40 Bilderbücher herausgebracht. Bei ihrer Arbeit lässt sie sich nach eigener Aussage immer wieder von der herrlichen heimischen Landschaft und Natur inspirieren, auch wenn die gemalten Landschaftsformen dann doch ihrer Fantasie entspringen. Berge, Wasser und Meer sind ihre Elemente und Inspirationsquellen. Auch einige ihrer Aktgemälde sind vor Ort zu bestaunen.
Bürgermeister und Hausherr Gerhard Wirnshofer freute sich bei der gut besuchten Vernissage sehr darüber, dass man für die laufende Ausstellung gleich zwei bekannte und heimatverbundene Künstlerinnen gewinnen konnte. Der Schlossökonomiesaal sei prädestiniert für solche Veranstaltungen und man sei froh, dass man ihn habe. Katharina Gromes untermalte die Vernissage mit feinen Harfenklängen. Ein Dank galt auch der Grabenstätter Tourist-Information um Susanne Pfliegl für die Unterstützung.
Die regulären Öffnungszeiten sind Freitag bis Samstag von 14 bis 18 Uhr. Wer die Ausstellung zu anderen Zeiten besuchen möchte, kann sich bei Judith Steinbacher unter Telefon 0173/6955098 oder bei Kornelia von Bomhard unter Telefon 0151/11595239 melden.