Fraueninsel – Damit der Gemeinderat der Gemeinde Chiemsee in die neue Legislaturperiode möglichst sorgenfrei starten kann, hatte der „alte“ Rat noch in der April-Sitzung per Beschluss einen Sachverhalt aus der jüngsten Vergangenheit an die kommunale Rechtsaufsicht übermittelt. Deren Stellungnahme präsentierte nun der Zweite Bürgermeister Georg Klampfleuthner in der konstituierenden Sitzung. Die Angelegenheit sei durch das „Handeln“ des damaligen Zweiten Bürgermeisters „geheilt“, so die Rechtsaufsicht mit Verweis auf den mittleren dreistelligen finanziellen Mehraufwand für die Gemeinde.
Konkret ging es um eine höher als veranschlagt ausgefallene Rechnung. Wie berichtet, hatte die höher ausgefallene Rechnung rund um die Flutlichtanlage beim Clubhaus des Wassersportvereins Fraueninsel, die Miet-Hebebühne und weitere zusätzlich ausgeführte Sanierungsarbeiten in der jüngsten Vergangenheit für Unbehagen im Gemeinderat Chiemsee gesorgt.
Um sich rechtlich auf der sicheren Seite zu wissen, hatte der Gemeinderat beschlossen, den Vorgang an die kommunale Rechtsaufsicht weiterzuleiten.
Die Antwort aus dem Rosenheimer Landratsamt präsentierte der Zweite Bürgermeister Georg Klampfleuthner in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Demnach habe die um 611 Euro höher ausgefallene Rechnung laut der Rechtsaufsicht durchaus im Rahmen der finanziellen Kompetenz des damaligen Zweiten Bürgermeisters gelegen.
Laut dieser darf der Bürgermeister Rechnungen, die das zuvor angenommene Angebot überschreiten, bis zu einer Höhe von 1.500 Euro genehmigen.
Georg Klampfleuthner ging auf die Ausführungen der Behörde ein und teilte den Mitgliedern des Gemeinderats mit, dass laut dieser „keine weiteren rechtsaufsichtlichen Maßnahmen notwendig seien“. Als ursächlichen Grund für das Unbehagen nannte er „mangelnde Kommunikation“ – daran wolle der neue Gemeinderat arbeiten.