Sicher zur Alm und zurück

von Redaktion

Pünktlich zum Start der Bergwandersaison erstrahlt die Holzbrücke über dem Alplbach in neuem Glanz. Auszubildende der Bayerischen Staatsforsten erneuerten den maroden Belag und ermöglichen so wieder ein gefahrloses Bergwandern in Staudach-Egerndach.

Staudach-Egerndach – Pünktlich zum Start der Pfingstferien und Beginn der Bergwandersaison erstrahlt die Holzbrücke über dem Alplbach in neuem Glanz und ermöglicht so ein gefahrloses Bergwandern. Möglich wurde die Erneuerung durch den Einsatz der Bayerischen Staatsforsten und insbesondere des Ausbilders Tobias Berger, dessen Auszubildende gemeinsam mit ihm und Mitarbeitern des gemeindlichen Bauhofs die Brücke erneuerten.

Schnelle und
beeindruckende Arbeit

Auf festem Holzboden stehen die Auszubildenden nun, nachdem sie die alte Brücke abgebrochen und die neue gebaut haben, und sind zu Recht stolz auf die geleistete Arbeit. Förster Lukas Knaier präsentierte das Bauwerk dem Zweiten Bürgermeister Bastian Starflinger, der beeindruckt von der schnellen Arbeit der jungen Männer war. Wie Starflinger informierte, seien bei der Wegeaktion des Dorfvereins einige Mängel an der Brücke aufgefallen, was den Staatsforsten gemeldet wurde. Daraufhin wurde die Brücke von den Experten des Forstes angesehen und festgestellt, dass der Belag marode ist. Die Witterungen der vergangenen 21 Jahre setzten der Brücke zu, sodass der Holzbelag erneuert werden musste.

Wie Knaier erklärte, sei der nach oben hin schmale Weg entlang des Gebirgsbachs die kürzeste Verbindung vom Tal bis zur Staudacher Alm. Zudem sei der Weg besonders für Wanderungen zur Vorder- und Brachtalm beliebt. Mit normalen Fahrzeugen ist dieser nicht befahrbar. Lediglich ein Quad schaffe den Anstieg des schmalen Weges.

Für den Forst, so Knaier, habe der Weg nur untergeordnete Bedeutung, da dieser für den Forstbetrieb zu schmal sei. Dennoch sei jede Erschließung am Berg wertvoll, um im Katastrophenfall, etwa bei Bränden oder bei Unfällen, schnell handeln zu können. Folglich sei der Weg auch für Rettungsmaßnahmen wichtig.

Die unkomplizierte und schnelle Aktion schätzte Starflinger sehr und lobte die Zusammenarbeit der Bayerischen Staatsforsten und des Forstbetriebs Ruhpolding mit der Gemeinde. Dies zeige sich auch bei der wohl wichtigsten Baumaßnahme der Gemeinde, dem Trinkwasserhochbehälter. Der Bereich für den neuen Hochbehälter liegt ebenfalls in der Nähe des Wanderweges und auf Grund und Boden der Staatsforsten.

Förster Knaier lobte den Ausbilder Tobias Berger, der immer auf der Suche nach möglichst praktischen Aufgaben für seine Schützlinge ist. So lernen die Holzknecht-Azubis handwerkliche Arbeiten, wie die Erneuerung eines Brückenbelags, kennen. Auch für die Auszubildenden im ersten und zweiten Lehrjahr sind derartige Arbeiten etwas Besonderes, zumal sie die Arbeit ihrer Hände sehen, draußen in der Natur sind und viel über den Wald lernen.

Holzknecht-Azubis
packen zu

Die Brücke wurde wie eine Treppe erstellt, mit waagerechten Stufen, damit diese bei Nässe nicht rutschig wird und Regen zwischen den einzelnen Stufen entweichen kann. Der Wildbach, der bei Starkregen anschwillt, fließt derzeit normal unter der Brücke vorbei.

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