Bernau – 2026 will Bernau gleich zwei Großprojekte anpacken. Geplant sind die Sanierung und Erweiterung der Grundschule mit kalkulierten Kosten von 4,6 Millionen Euro sowie der Feuerwehranbau für 2,2 Millionen Euro. Hinzu kommen Restkosten von 1,3 Millionen Euro für die Kernsanierung des Hauses des Gastes.
„Spannender“
Haushalt
Genaue Kostenkontrolle und die Entwicklung des Haushalts hat sich die Gemeinde fest auf die Fahne geschrieben. So war der erste Quartalsbericht von Kämmerer Patrick Greilinger eine Premiere. Er machte dabei deutlich, dass die gemeindlichen Einnahmen erst im zweiten Quartal steigen werden. „Aber es war immer Geld auf dem Konto“, betonte Greilinger.
„In der Anlage befindet sich der Finanzbericht für das erste Quartal 2026. Da es sich um den ersten Finanzbericht dieser Art handelt, wird der Kämmerer in der Sitzung kurz den Aufbau sowie die wichtigsten Kennzahlen erläutern“, hieß es in der Tischvorlage für die Gemeinderäte lapidar. Patrick Greilinger hatte als Kämmerer die Zahlen für das erste Quartal aufbereitet. Bereits die ersten drei Monate seien für Bernau „relativ spannend“. Durch die Großprojekte Grundschule und Feuerwehr sei es eben „kein normaler Haushalt“.
Patrick Greilinger stellte jedoch fest, dass trotz der großen Belastungen der Liquidität der Haushalt nie unkontrolliert sei. Außerdem wies er auf die bereits fällige erste Abschlagszahlung für die Grundschule in Höhe von 250.000 Euro hin.
Greilinger sprach nochmals den Gesamthaushalt an, der sich auf 34,9 Millionen Euro beläuft. Dieser splittet sich in den Verwaltungshaushalt mit fast 22 Millionen Euro und den Vermögenshaushalt mit 12,9 Millionen Euro auf. Der Kämmerer präsentierte zudem den Kapitalfluss für das erste Quartal 2026. Die Gesamteinnahmen lagen bei 3,84 Millionen Euro. Diese setzten sich aus 3,1 Millionen Euro für den Verwaltungshaushalt und 751.496 Euro für den Vermögenshaushalt zusammen.
Dem gegenüber stehen bereits Ausgaben mit einem Gesamtvolumen von 6.805.891 Euro. Für den Verwaltungshaushalt bezifferte Greilinger die Ausgaben auf 4,8 Millionen Euro, beim Vermögenshaushalt belaufen sie sich auf 2.024.117 Euro. „Das bedeutet einen Saldo von 2.958.137 Euro“, so Kämmerer Patrick Greilinger. Er betonte jedoch ausdrücklich, dass die Liquidität jederzeit gesichert war. Er ging auch auf die Ursachen für den hohen Saldo ein. So fehlten im ersten Quartal wichtige Einnahmen wie die Einkommensteuerbeteiligung, die Einkommensteuerersatzleistungen und die Umsatzsteuerbeteiligung.
Außerdem würden wichtige Einnahmebereiche erst später abgerechnet, wie zum Beispiel der Fremdenverkehrsbeitrag. Auch ein Großteil der Gewerbesteuernachzahlungen treffe erst im dritten und vierten Quartal ein, so Greilinger. Die Abweichungen fielen daher nach den ersten drei Monaten deutlich zum Jahresplan 2026 aus.
Die Einnahmen im Verwaltungshaushalt belaufen sich nach dem Stand im vergangenen März auf ein Minus von 18,9 Millionen Euro, da sich der Erfüllungsgrad erst bei 14,08 Prozent befinde.
Liquidität trotz
negativem Saldo gesichert
Ein ähnliches Bild ergibt sich situationsbedingt auch bei den Steuern (1.522.906 Euro, erst 11,95 Prozent) und bei den Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb. Im Detail ging der Kämmerer auch auf die Ausgabenseite des Verwaltungshaushalts ein. Hier liege zum Stand März 2026 der Erfüllungsgrad bei 21,75 Prozent, was in Zahlen 4.781.774 Euro entspricht. Den Gemeinderäten stand ein rund 20 Seiten umfassender Finanzbericht zur Verfügung.