Inzells Hüter der Grenzen

von Redaktion

Sepp Mayerbüchler ist neuer Feldgeschworener der Gemeinde

Inzell – Bürgermeister Michael Lorenz hat im Rathaus die fünf nominierten Feldgeschworenen der Gemeinde Inzell begrüßt. Im Erfahrungsaustausch erfuhr er Interessantes und Wissenswertes über deren Arbeit und die verschiedenen Aufgaben. Feldgeschworene sind ehrenamtliche Personen, die Grundstücksgrenzen überwachen, Grenzsteine setzen und bei amtlichen Vermessungen mitwirken.

Das Amt existiert seit dem zwölften oder 13. Jahrhundert und gilt als eines der ältesten noch erhaltenen Ämter der kommunalen Selbstverwaltung. In Bayern gibt es etwa 25.000 Feldgeschworene, deren Tätigkeit auch heuer noch von großer Bedeutung ist.

Sie wirken vor allem in Bayern bei der Kennzeichnung von Grundstücksgrenzen und Flurstücken mit. Sie setzen Grenzsteine höher oder tiefer, entfernen bei Bedarf Vermessungspunkte oder ersetzen beschädigte. Als Hüter der Grenzen, Mittler bei Grenzstreitigkeiten und Abmarkungen in Gemeindegebieten arbeiten sie eng mit Vermessungsbeamten zusammen.

Eine Nachwahl war in Inzell notwendig geworden, da der langjährige Feldgeschworene Manfred Sturm im vergangenen Dezember verstorben ist. Als sein Nachfolger wurde Sepp Mayerbüchler benannt und erhielt gleichzeitig eine Urkunde. Weiterhin im Amt sind Hans Schwaiger, Valentin Holzner, Gottfried Graf und Obmann Günther Schuhbeck. Bürgermeister Michael Lorenz und Gemeinde-Geschäftsführer Matthias Fuchs trafen sich mit den Feldgeschworenen im Rathaus, um die Aufgaben neu zu besprechen.

Die fünf Inzeller Feldgeschworenen werden weiterhin eine zentrale Rolle bei der Sicherung des Grundeigentums, der Transparenz bei Vermessungen und der Erhaltung historischer Grenzmarkierungen spielen. Durch ihre Aufgaben sind sie ein wichtiges Bindeglied zwischen den Bürgern, der Gemeinde Inzell und den Vermessungsbehörden. wet

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