Neues Hallenbad ist realistisch

von Redaktion

Bernau will Chance auf Förderung vom Bund ergreifen

Bernau Eine realistische Chance für Bernau, mit Fördermitteln des Bundes ein gänzlich neues Hallenbad zu bauen, zeichnet sich ab. Im Verbund mit umliegenden Gemeinden, die Gründung eines Zweckverbandes mit eingeschlossen, sieht der Gemeinderat jetzt ein historisches Zeitfenster, das es zu nutzen gilt. Stichtag für die Teilnahme am Interessenbekundungsverfahren ist der 19. Juni.

Zwischen 45 und 75 Prozent der anrechenbaren Kosten, geschätzte 18 Millionen Euro, seien förderfähig. Die „einmalige Chance“ möchte Bernau nun ergreifen, denn „sie sei ein Geschenk des Himmels, genau zum richtigen Zeitpunkt“, so Sportreferent Matthias Vieweger.

Bundesmittel
als Impulsgeber

Wie Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber in der jüngsten Sitzung des Bernauer Gemeinderats erklärte, stelle der Bund im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder“ 250 Millionen Euro gezielt für die Sanierung kommunaler Schwimmbäder bereit. Der besondere Reiz: Sollte über ein Gutachten belegbar sein, dass die Sporteinrichtung nicht mehr sanierungsfähig ist, dann werden auch Neubauten gefördert. Stichtag, um ins Interessenbekundungsverfahren aufgenommen zu werden, ist bereits der 19. Juni. Bernau kann auch mit einem besonderen Pfund wuchern, denn in diesem Förderprogramm werden insbesondere Bäder gefördert, die nicht nur als Lehrschwimmbad dienen, sondern auch Vereinen und Rettungsorganisationen zur Verfügung stehen. Ein Kriterium, das für das „BernaMare“ mehr als zutrifft. Die Verwaltung hat bereits zusammen mit Sportreferent Matthias Vieweger (CSU) an einer Informationsveranstaltung teilgenommen, um die genauen Förderbedingungen zu erfahren.

„Ich plädiere dafür, an dem Interessenbekundungsverfahren teilzunehmen“, unterstrich die Bürgermeisterin, denn „so viel Geld bekommen wir nicht wieder“. Sie teilte auch mit, dass die Nachbargemeinden bereits Bescheid wüssten und von diesen nichts Widersprüchliches gekommen sei.

„Das ist ein Geschenk des Himmels zum richtigen Zeitpunkt“, erklärte Sportreferent Matthias Vieweger, wobei er die angespannte finanzielle Lage der Gemeinde einbezog. Den „Hut in den Ring zu werfen“ bedeute ja noch nicht, auch dranzukommen, betonte er und verwies auf den Zeitrahmen bis 2032. „Wir können später immer noch aussteigen“, argumentierte Vieweger, der auch Abteilungsleiter Schwimmen im TSV Bernau ist.

„Ein Geschenk
des Himmels“

Dazu führte er außerdem drei wesentliche Punkte an, die in eine positive Richtung zeigten. Zum einen hätten die Nachbargemeinden schon ihr Interesse bekundet, auch das bürgerschaftliche Engagement sei groß und „die Chance ist einmalig“. Stephan Hartl (CSU) pflichtete ihm bei, gerade im Hinblick auf die Kooperation mit anderen Gemeinden. Der Förderantrag müsse daher sehr gut „ausgestaltet sein“, war er überzeugt. Sollte die Gemeinde Bernau, beziehungsweise der noch zu gründende interkommunale Zweckverband mit Bernau als Leitgemeinde, im September im Rahmen des Verfahrens ausgewählt werden, dann geht es an den Förderantrag. Liegt für diesen der positive Bescheid vor, muss das neue Hallenbad bis 2032 gebaut und abgerechnet sein.

Mittig im
Kooperationsgebiet

Franz Schnaiter (CSU) fragte nach, ob das Hallenbad in der Gemeinde gebaut werden müsse, die auch den Antrag gestellt habe. Dies verneinte die Bürgermeisterin, allerdings befinde sich Bernau genau „mittig“ zu den angedachten Kooperationsgemeinden. „Wie schaut es mit dem Gutachten aus“, wollte Franz Praßberger (FW) bezüglich eines Neubaus wissen. „Wir haben schon eins im Haus“, antwortete Biebl-Daiber, denn die Gemeinde hat das Hallenbad immer wieder überprüfen lassen.

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