Ruhpolding – Schon bei der Anfahrt zum Steinberger Hof durch grüne Wiesen mit freier Sicht auf die Chiemgauer Alpen kommt Urlaubsfeeling auf. Oben auf dem Hügel angekommen, öffnet sich bei strahlendem Sonnenschein ein Traumblick auf den Talkessel. Auf dem „Balkon von Ruhpolding“ nennen das die Gastgeber und dieses Bild passt perfekt. „Wir haben wirklich Glück mit dieser traumhaften Lage“, schwärmt Hausherr Maximilian Haßlberger.
Ein Hof wie
ein Top-Hotel
Genau das genießen die Gäste hier auf dem Bergbauernhof, der auf den ersten Blick wegen der Tische und Sonnenschirme auf der Terrasse eher wie ein Top-Hotel mit Restaurant wirkt. „Sehr gut eingerichtete Ferienwohnungen und auch Zimmer. Sehr, sehr freundliche Gastgeber. Nicht umsonst verbringen wir hier seit rund 30 Jahren unseren Winterurlaub“, lobt Stefan Wegholz in seiner Bewertung auf Google. Diese Kombination und die außergewöhnliche Zufriedenheit der Gäste haben dem Steinberger Hof jetzt den Goldenen Gockel beschert. Eine Auszeichnung für die gastfreundlichsten Unterkünfte des Verbandes Urlaub auf dem Bauernhof.
Nur zwei Unterkünfte im gesamten Chiemgau bekamen die begehrte Plakette, neben dem Lohner Hof in Chieming-Grilling auch der Steinberger Hof. Eine „riesige Überraschung“, wie Chefin Magdalena Haßlberger verrät. Und eine Bestätigung für die Arbeit der ganzen Familie, zu der neben den Eltern auch Tochter Marlene (10) und Sohn Hannes (9) gehören. Der Bub kommt leicht erschöpft zum Termin mit dem OVB, weil er gerade die riesigen Rasenflächen rund um die beiden Gasthäuser gemäht hat.
Nach dem Geheimnis des Erfolgs befragt, erzählt seine Mama, dass sie – neben der Mithilfe der ganzen Familie – persönliche Nähe und Ehrlichkeit für ganz wichtig halte: „Neulich ist ein Gast angekommen und hat gesagt, dass Zimmer und Ausblick exakt genauso sind, wie es im Internet steht. Genau das ist wichtig: Wir wollen den Urlaubern nichts vorgaukeln, sondern wollen ihnen eine tolle Zeit bescheren, nach der sie glücklich und zufrieden nach Hause fahren.“
Dazu gehört am Steinberger Hof für viele auch ein üppiges Frühstücksbuffet für 18 Euro. Das kann man sowohl in den sechs Pensions-Zimmern (Preis ab 120 Euro für zwei Personen mit Frühstück) als auch in den sieben Ferienwohnungen (ab 120 Euro ohne Frühstück) buchen. Dass dieses Frühstücksangebot auch für die Appartements gilt, ist fast ein Alleinstellungsmerkmal und wird von vielen Gästen gelobt. Zudem kann man ein Ferienhaus auf der Alm mieten, von dem man zum Beispiel zum Hochfelln wandern kann. Hier wacht man mit den Kuhglocken von den 40 Almrindern des Steinberger Hofs auf.
Damit ist auch die Frage beantwortet, warum der oft mit einem Hotel verwechselte Steinberger Hof ein klassischer Bauernhof ist. Sogar ein „Bio-Hof“, wie Maximilian Haßlberger verrät. Das Fleisch und die anderen Produkte der Rinder können die Hausgäste erwerben. Und zwar nicht in den sonst vielerorts üblichen Fünf-Kilo-Paketen, sondern ganz nach Wunsch. „Ob nun sechs Bratwürste oder zwei Steaks – man kann alles kaufen“, erzählt Maximilian Haßlberger: „Viele nehmen den Urlaub mit einem Stück Fleisch von uns sogar mit nach Hause.“
Die Gastfreundschaft wird in der Familie schon lange weitervererbt. „Der Hof ist in der 13. Generation seit 1642 in der Familie. Und seit 90 Jahren haben wir Gäste hier“, so der Hausherr mit stolzer Miene. Das ist außergewöhnlich. Vor fast einem Jahrhundert begannen seine Großeltern sogenannte „Sommerfrischler“ zu beherbergen, um die für viele Bauern zum Überleben nötigen Zusatzeinnahmen zu generieren. „Sie haben damals ihr Schlafzimmer für die Gäste geräumt und im Keller geschlafen“, berichtet Maximilian Haßlberger.
„Wir wollen
nichts vorgaukeln“
Das ist jetzt längst nicht mehr nötig, durch stetige Investitionen haben alle Gasträume Topniveau. Besonders die sogenannten „Best Ager“ zwischen 50 und 70, oft passionierte Wanderer, Radler oder Skifahrer, kommen als Stammgäste immer wieder in den Steinberger Hof, der auch über eine Sauna verfügt.
Für die Familien mit Kindern gibt es einen Spielplatz und für alle gemeinsam Grillabende oder im Winter Lagerfeuer. „Wir haben auch eine Lounge auf der Terrasse, wo sich abends die Gäste auf einen Aperol oder ein Bier treffen, obwohl sich die meisten nicht kennen. Hier werden Gäste zu Freunden“, sagt der Hausherr. Auch von der Lounge kann man natürlich den Traumblick von „Ruhpoldings Balkon“ genießen.