Prien – Das Priener Heimatmuseum gehört zu den ältesten, schönsten und interessantesten Gebäuden in der Marktgemeinde Prien. Das vormalige Marypaulanwesen reicht in seiner Gründung bis in die Zeit um das Jahr 1130 zurück. Das 1837 fast vollständig neu erbaute Handwerker- und Bauernhaus wurde 1901 von der Gemeinde Prien zum Zwecke des Baus von Sozialwohnungen erworben.
Ab 1940 richtete die Gemeinde ein Heimatmuseum ein, und 1949 schuf der Priener Kirchenmaler Bartholomäus Wappmannsberger (1894-1984) die heute noch sichtbare neobarocke Wandmalerei am Eingang. Das Wetter und der Zahn der Zeit haben bei diesem Kunstwerk ihre Spuren hinterlassen. So hat die Marktgemeinde Prien die Kirchenmalerin Birgit Schelle aus Antwort, Gemeinde Bad Endorf, beauftragt, die schadhaften Stellen auszubessern. Wie die Restauratorin bei einem Termin vor Ort mit Museumsleiter und Kulturbeauftragten Karl J. Aß mitteilte, ergibt sich an mehreren Stellen des in Fresko-Technik erstellten Gemäldes Handlungsbedarf.
Sowohl beim gut erhaltenen Original über der Türe – mit der Priener Schutzpatronin, der heiligen Katharina – als auch an anderen Stellen, die zum Teil mehrfach übermalt und ausgebessert wurden, seien konservierende Maßnahmen erforderlich, um die Fassadengestaltung möglichst lange zu erhalten. Die Vorgehensweise ist dabei unterschiedlich: Zum Teil müssen Risse geschlossen und Hohlstellen hinterfüllt sowie die hauchdünnen Farbschichten der Malerei vorsichtig gefestigt werden. Gerade der untere Teil ist von starker Bewitterung gekennzeichnet. Auch die gemalten Fensterverzierungen sind Bestandteil der aktuellen, einige Wochen dauernden Arbeiten von Birgit Schelle. hö