Historisches Kreuz zurück in Prien

von Redaktion

Das Tabernakel-Kreuz der Priener Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ war stark beschädigt. Dank des Europäischen Weinritterordens konnte das wertvolle Stück nun restauriert und feierlich an Pfarrer Philipp Werner übergeben werden.

Prien – Eine besondere Kostbarkeit in einer katholischen Kirche stellt das sogenannte Tabernakel-Kreuz dar. Dies gilt auch für die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Prien am Chiemsee.

Weggebrochene
Goldteile

Das Priener Kreuz, das aus dem Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts stammt, war über die vielen Jahre zu Schaden gekommen. Unter anderem waren Goldteile weggebrochen.

Durch einen Zufall wurde der Europäische Weinritterorden OEVE (Ordo Equestris Vini Europae) darauf aufmerksam. Der Orden ist eine paneuropäische, welt-
liche Gemeinschaft, die sich nicht nur der Pflege der europäischen Weinkultur und dem Friedenswerk, sondern auch den christlich-ritterlichen Werten widmet.

Dem Weinritterorden Oeve gehören rund 4.500 Mitglieder in 25 Ländern an, ihr Protektor ist Karl von Habsburg-Lothringen.

Durch eine weitere glückliche Fügung entstand der Kontakt zu Ordensmitglied Jakob Thalmayr von der Meisterschule für das Vergolderhandwerk in München. Der gebürtige Hittenkirchener kannte aufgrund seiner mehrjährigen Restauratorentätigkeit in der Priener Pfarrkirche die Sorge um das beschädigte Tabernakel-Kreuz.

Es kam zur Verständigung, dass Jakob Thalmayr die Kreuzrestaurierung übernehmen und der Orden die Finanzierung dieser Maßnahme sicherstellen würde. Nach der nun erfolgten Fertigstellung wurde das Kreuz im Beisein zahlreicher Ordensmitglieder in der Priener Kirche an Pfarrer Philipp Werner übergeben. Pfarrer Werner zeigte sich hoch erfreut über die kostbare Spende und brachte das Kreuz an seinen bestimmten Ort.

Mit Interesse verfolgten er und die Ordensgäste die anschließenden Erläuterungen von Jakob Thalmayr zur Ausgestaltung der Priener Kirche.

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