Reit im Winkl – In eine Zusatzkraft im örtlichen Kindergarten investiert der Reit im Winkler Gemeinderat. Das Gremium beschloss, die Kosten hierfür für das Jahr 2026 zu übernehmen. Da es sich bei dieser Zusatzkraft um eine zusätzliche, freiwillige Leistung im Ermessen der Gemeinde handelt, muss diese jedes Jahr gesondert beantragt werden.
Antrag blieb wegen
fehlender Zahlen liegen
Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU) gab einen im Januar bei der Gemeinde eingereichten Antrag des Kita-Verbunds Heiliger Franz von Assisi – Oberes Achental auf Bewilligung des sogenannten X-Faktors (Zusatzkraft für Integrationskinder) bekannt. Nachdem zu diesem Zeitpunkt, Anfang 2026, weder die Jahresrechnung der Dorfkita für 2025 vorgelegen hatte, noch der Haushalt für 2026, wurde die Behandlung damals zurückgestellt. Denn die haushaltsrechtlichen Auswirkungen waren ohne diese Zahlen nicht ermittelbar.
Die Haushalte der Kitas für 2026 sowie die Jahresrechnungen für 2025 wurden der Verwaltung dann in einer Sitzung des Kita-Verbunds am Dienstag, 19. Mai vorgestellt. Die Dorfkita finanziert sich durch den Freistaat Bayern mit rund 361.000 Euro, durch die Gemeinde mit 232.000 Euro sowie durch die Elternbeiträge in Höhe von 54.000 Euro. Für den Fall, dass die Ausgaben der Dorfkita höher sind, wurde eine Defizitvereinbarung zwischen Kita-Verbund und Gemeinde geschlossen. Demnach muss die Kommune 80 Prozent des Defizits und der Kita-Verbund 20 Prozent übernehmen.
Für die Dorfkita fiel den weiteren Ausführungen des Bürgermeisters zufolge 2025 kein Defizit an, vielmehr wurde ein Überschuss in Höhe von 58.237 Euro erzielt, der zweckgebunden zurückgelegt werden muss. Die Dorfkita ist seit Langem eine integrative Einrichtung. Die beantragte Zusatzkraft für aktuell sechs Integrationskinder von insgesamt 58 Kindern in Krippe und Kindergarten ist in den Personalkosten im Haushalt der Kita bereits enthalten.
Einstimmige Zustimmung zur Kostenübernahme
Der Kostenanteil für die Zusatzkraft liegt bei 68.415 Euro, wovon jeweils 27.366 Euro der Freistaat und die Gemeinde tragen. Für die verbleibenden 20 Prozent in Höhe von 13.683 Euro kommt der Kita-Verbund auf.
Im Haushalt 2026 der Gemeinde seien die Kosten bereits enthalten, unterrichtete Bürgermeister Matthias Schlechter. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag auf Bewilligung des X-Faktors für das Jahr 2026 einstimmig zu.