Heinrich Wimmer verzaubert Schleching

von Redaktion

Orgelkonzert in St. Remigius mit Bach und Kuhglocken

Schleching – Organist Heinrich Wimmer hat die Zuhörer in der St.-Remigius-Kirche Schleching verzaubert. Orgelbauer Alois Linder begrüßte das zahlreiche Publikum in der Kirche. Er und seine Mitarbeiter haben die Orgel für die Pfarrkirche gebaut und im vergangenen Jahr installiert. Linder kündigte einen ganz besonderen Organisten mit einem interessanten musikalischen Berufsweg an: Heinrich Wimmer aus Österreich.

Dass Wimmer für ein Konzert nach Schleching kam, ist der Organistin im Achental, Maria Blank, zu verdanken. Die beiden kennen sich noch aus ihrer gemeinsamen Studienzeit an der katholischen Kirchenmusikschule in Regensburg. Nach Studien in Regensburg und an der Hochschule für Musik in München schloss Wimmer sein Orgelstudium mit dem Meisterklassendiplom ab.

Der international gefragte Konzertorganist ist bereits in zahlreichen europäischen Städten sowie in Israel, China und Südkorea aufgetreten. Seit 2024 gehört er der Orgelkommission der Diözese Linz an.

Diese Expertise spürten die Besucher bereits beim ersten Stück von Samuel Scheidt, der „Toccata super: In te Domine speravi“. Das im Titel erwähnte tiefe Gottvertrauen wurde mit der Toccata beeindruckend dargestellt. Die Töne umschmeichelten die Ohren und gelangten ins Herz. Das zweite Stück von Johann Caspar Kerll, das „Capriccio sopra il Cucu“, zauberte sogleich ein Lächeln auf die Gesichter der Besucher. Es imitierte als immer wiederkehrendes Element den Ruf des Kuckucks, ganz zur Jahreszeit passend. Johann Sebastian Bachs „Präludium und Fuge f-Moll BWV 534“ durfte nicht fehlen. Diese Musik ließ Körper und Geist mit den Tönen schwingen und machte die Virtuosität des Instruments und des Organisten besonders deutlich.

Ein Alleinstellungsmerkmal dieser Orgel ist das Kuhglockengeläut, das keine andere Orgel auf der Welt bieten kann. Es wurde in der kleinen Suite für Alpenorgel, zusammengestellt von Christian Namberger, realisiert. Einen Kontrast dazu bildete das letzte Stück von August Gottfried Ritter, die „Sonate Nr. 2 e-Moll, op. 19“. Ein ständiger Wechsel von dynamisch kraftvollen und ruhig kontemplativen Passagen bewegte die Zuhörer und bildete einen fulminanten Abschluss des Konzerts. Als der Applaus nicht enden wollte, durften die Zuhörer noch ein Orgelstückchen mit Vogelgezwitscher-Pfeifen genießen.

Da der Organist hoch über den Zuhörern auf seiner Empore sitzt und beide Seiten sich nicht sehen können, zeigte sich Wimmer nach Abschluss des Konzerts kurz seinen Zuhörern unten im Kirchenraum. Dort wurde ihm mit viel Beifall gezeigt, wie begeistert sein Publikum vom Konzert war. wun

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