Gstadt – Trotz Regens kamen zum Spatenstich für den geförderten Glasfaserausbau im Ortsteil Gollenshausen Bürgermeister Bernhard Hainz, Kämmerer Karl-Heinz Heitauer und Hans Regnauer vom Bauamt sowie Vertreter des Gemeinderates, der Telekom und der Baufirma ISKA zusammen. In Kürze können 162 Adressen – in der Telekom-Fachsprache Gebäude genannt – beziehungsweise 275 Haushalte und Unternehmen das Glasfasernetz der Telekom nutzen.
Aufwendiges
Förderverfahren
Das neue Glasfasernetz ermöglicht deutlich höhere Geschwindigkeiten bis 1.000 Megabit pro Sekunde. Der Ausbau für ganz Gstadt soll voraussichtlich im Jahr 2028 abgeschlossen sein. Die Telekom wird mehr als sieben Kilometer Glasfaserkabel bis in die Häuser verlegen und vier neue Netzverteiler aufstellen.
Bürgermeister Hainz hob die Bedeutung von zuverlässigen Internetverbindungen hervor und erklärte: „Glasfaser ist die Technologie, die den steigenden Anforderungen der digitalen Welt heute und in Zukunft gerecht wird. Eine leistungsfähige und zuverlässige Internetverbindung hat sich längst zu einem entscheidenden Standortfaktor für private Haushalte sowie Unternehmen entwickelt.“ Er freue sich, dass die Telekom jetzt den Glasfaserausbau beginne. Der Breitbandausbau sei eine freiwillige Aufgabe der Gemeinde, die sich mit zehn Prozent Eigenanteil einbringen werde, während die restlichen 90 Prozent vom Freistaat und vom Bund gefördert werden.
Kämmerer Heitauer erinnerte daran, dass der Förderantrag einen großen Aufwand erforderte. Allein die europaweite Ausschreibung des zweiten Bauabschnitts für Gstadt und weitere Außenbereiche habe 1.146 Seiten und 52 Dokumente zu je vier Teilen umfasst. Im ersten Bauabschnitt – die Markterkundung startete im Jahr 2023 – werden die Ortsteile Gollenshausen, Lienzing und Söll bedacht, bevor Gstadt an der Reihe ist.
Zustimmung für
den Hausanschluss nötig
Frank Dentgen, Regionalmanager der Telekom, warb für den Glasfaseranschluss. Damit werde das heimische WLAN so stabil und zuverlässig, dass mehrere Personen gleichzeitig digital lernen und arbeiten, surfen, streamen und spielen können. Schon heute habe jeder Haushalt durchschnittlich mehr als zehn internetfähige Geräte – Tendenz steigend. Auch Betriebe und Selbstständige könnten damit auf die stetig wachsenden digitalen Anforderungen flexibel reagieren. Für den Hausanschluss der Immobilie müsse man jedoch zustimmen: „Sonst kommt die Glasfaser nicht ins Haus, sondern führt lediglich daran vorbei. Um den Anschluss dann zu nutzen, muss ein Glasfasertarif gebucht werden.“ In den Telekomläden und online könne man sich über Verfügbarkeiten und Tarife informieren. Dentgen fügte hinzu, dass Gemeinde und Telekom beim Ausbau eng zusammenarbeiten werden.
Tiefbaumaßnahmen
enden im Oktober
Robin Müller von ISKA fügte hinzu, dass Transparenz und professionelles Baustellenmanagement oberstes Gebot seien. Um die Beeinträchtigungen für Anwohner so gering wie möglich zu halten, werde in einzelnen Bauabschnitten vorgegangen. Die Tiefbaumaßnahmen im Ortsteil Gollenshausen sollen diesen Oktober abgeschlossen sein.