1150 Jahre Kirche St. Johann

von Redaktion

Großes Festwochenende in Siegsdorf: Pfarrei feiert gemeinsam mit den Wolfsberger Böllerschützen

Siegsdorf – Einen festlichen Kirchenzug mit Vorreiter, Ehrenkutsche, 16 Vereinsfahnen, dem Kirchenmodell von St. Johann und einer großen Erinnerungskerze führte die Musikkapelle Vogling-Siegsdorf von der Mühle an der roten Traun hinauf zum Kirchplatz unterhalb der Kirche St. Johann. Etwa 500 Menschen in ihren festlichen Trachten konnte Siegsdorfs Pfarrer Thomas von Rechberg zum Festgottesdienst begrüßen. Er freute sich sichtbar über den großen Zuspruch zu diesem Fest, das die Pfarrei gemeinsam mit dem 40-jährigen Jubiläum der Wolfsberger Böllerschützen durchführen konnte.

Der Pfarrer zeigte sich dankbar über die umfassende Unterstützung der Vereine aus Vogling und die liebevolle Gestaltung der Kirche und des Festplatzes bis ins kleinste Detail, bevor er zusammen mit Bruder Markus Scholz aus Maria Eck und Diakon Andreas Nieder die Messe zelebrierte. Musikalisch gestaltete die Musikkapelle Vogling-Siegsdorf zusammen mit ihrer Jugendkapelle den Gottesdienst. Pfarrer Thomas von Rechberg ging in seiner Predigt auf die lange Geschichte des Kirchleins ein und sah die Geduld der Vorfahren als Vorbild für die heutige Zeit. „Sie haben über schwierigste Zeiten hinweg an das Gute geglaubt und im Vertrauen auf Gottes Hilfe bis heute die Kirche erhalten und gepflegt, wie es die St. Johanner und Voglinger auch heute noch tun“. Abschließend bat er die Festteilnehmer, für den dringend notwendigen Priesternachwuchs zu beten, aber auch für eine Gesellschaft, in der Gott, Freundschaft, Freiheit und Frieden an erster Stelle stehen.

Die Läutergruppe aus St. Johann, die täglich per Hand zum abendlichen Gebet läutet, hatte zum Jubiläum eine große Kerze gestiftet, die beim Festgottesdienst gesegnet wurde und nun in der Kirche Platz finden wird. Herbert Hunglinger gab dazu im Namen der Läutergruppe Einblick in die Entstehung der Gruppe, die sich mit weiterer Unterstützung aus der Nachbarschaft auch um die Pflege der Kirche und ihres Umfeldes kümmert. „Tu auf die goldene Wolke, wenn ich die Stimme erheb, neig dich dem Bayernlande, oh holde Königin“ nannte Hunglinger eine Widmung, die auf einer der Glocken steht, und freute sich darüber, dass in St. Johann auch immer noch Kirche und Wirtshaus zusammengehören. „Mia derfn scho a bißl stolz sei, auf unsa Kirchal und des Drumherum“ schloss Hunglinger und hob dabei besonders das Engagement von Mesnerin Evi Geisreiter hervor, die sich mit Herzblut um die Kirche kümmert und als unermüdliche Antreiberin auch bei den Festvorbereitungen an erster Stelle stand.

Hans Peter Dangschat überbrachte als stellvertretender Landrat die Grüße des Landkreises und war sich mit Bürgermeister Christian Scheck einig: „Das Jubiläum zeigt, wie durch die verwurzelte Verbundenheit zur Heimat Orte des Glaubens, des Gebetes und der Gemeinschaft für die Zukunft erhalten werden können“. Ein kurzer Festzug führte die Gläubigen dann hinauf zum Mesnerwirt und dem extra aufgebauten Festgelände, wo die Feuerwehr Vogling und die Landfrauen aus Siegsdorf und Vogling bereits für die Versorgung der Besucher gerüstet waren. Bestens unterhalten von den schmissigen Klängen der Musikkapelle Vogling-Siegsdorf ließen die Voglinger und ihre Besucher den Festtag, wie es im Chiemgau guter Brauch ist, gemeinsam ausklingen.

Ideengeberin und Hauptorganisatorin des Festes, Mesnerin Evi Geisreiter, zeigte sich, ebenso wie Verwaltungsleiter Markus Hirtelreiter, gegenüber unserem Berichterstatter erleichtert und froh über den wunderschönen Festtag. Ihr war es ein besonderes Anliegen, allen Helferinnen und Helfern, den Wolfsberger Böllerschützen, der Musikkapelle Vogling-Siegsdorf, dem GTEV Heutau, der FFW Vogling und den Landfrauen, aber auch den Nachbarn und allen, die oft spontan und unerwartet mitgeholfen hatten, ein herzliches Vergelts Gott auszusprechen.

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