70 Prozent Förderung

von Redaktion

Grabenstätt plant neuen Hochbehälter und Verbundleitungen für die Wasserversorgung

Grabenstätt – Noch der alte Gemeinderat hatte am 13. April beschlossen, dass der Neubau des Hochbehälters der gemeindlichen Wasserversorgung Marwang im Ortsteil Vocking durchgeführt werden soll. Die Wasserversorgung Marwang versorgt die Grabenstätter Ortsteile Marwang, Hirschau, Hagenau und Obereggerhausen sowie im Chieminger Gemeindebereich die Ortsteile Oberhochstätt und Unterhochstätt mit Trinkwasser. Der Neubau erfolgt nach den in den Jahren 2024 und 2025 ergänzten Plänen des Ingenieurbüros „Dippold & Gerold“ sowie den zugrunde liegenden bau- und wasserwirtschaftlichen Genehmigungen von 2025.

Finanzielle Belastung
gering halten

Die Ausschreibungen waren daraufhin von der Gemeindeverwaltung veranlasst worden. Wie Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (BG) nun in der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtete, hätten zuletzt am 27. Mai die Angebotseröffnungen für die drei Lose des Hochbehälterneubaus stattgefunden, sprich für die Tiefbauarbeiten, Baumeisterarbeiten und den Behälterbau mit technischer Ausstattung. Die Vergabebeschlüsse müssten noch gefasst werden.

Separat auszuschreiben seien ihm zufolge nun auch die Arbeiten für den Rohrleitungsbau im Zusammenhang mit der Herstellung eines Verbundes mit dem Zweckverband zur Wasserversorgung der Mühlener Gruppe. Laut Wirnshofer betrifft dies konkret die Verbundleitung vom Netz der Mühlener Gruppe zum neuen Hochbehälter in Vocking, die Verbundleitung vom neuen Hochbehälter in Vocking zur Hochzone Marwang sowie die Verbundleitung vom Hochbehälter Vocking zum Ortsnetz Marwang.

Erfreulicherweise werde der erstmalige Bau von Verbundleitungen für Wasserversorgungsanlagen mit 200 Euro pro Meter vom Freistaat gefördert. „Wir sprechen hier von 70 Prozent der Ausführungskosten, das ist schon eine Hausnummer“, so der Rathauschef. Man werde alles dafür tun, um in den Genuss dieser Förderung zu kommen, um die finanziellen Belastungen für die betroffenen Bürger so gering wie möglich zu halten.

Einstimmig fasste der Gemeinderat den Durchführungsbeschluss, damit der entsprechende Förderantrag, der beim Wasserwirtschaftsamt Traunstein einzureichen ist, von der Gemeindeverwaltung auf den Weg gebracht werden und die Ausschreibung für die Maßnahme vorbereitet werden kann.

Der mit rund 1,3 Millionen Euro (netto) veranschlagte Hochbehälterneubau wird laut Gemeindeverwaltung hingegen zu großen Teilen über Verbesserungsbeiträge und Wassergebühren finanziert. Der neue Rat Reinhard Meisinger (CSU), der nach eigener Aussage selbst von einer Wasserpreiserhöhung betroffen wäre, hatte vor der Abstimmung wissen wollen, ob auch die Mühlener Gruppe sich hinsichtlich des geplanten Notverbunds an den Kosten beteiligen müsse. Der Bürgermeister verneinte dies mit der Begründung, dass es sich um einen einseitigen Notverbund handle, von dem im Notfall nur die gemeindliche Wasserversorgung profitiere. Noch keine Antwort konnte oder wollte er auf die Frage des neuen Rates Michael Lex (Freie Wähler) geben, welcher Eigenanteil der Gemeinde nach Abzug der in Aussicht gestellten 70-Prozent-Förderung verbliebe.

Hochbehälter in Vocking
bis 2028 fertig

Falls sich zukünftig neue Fördermöglichkeiten auftun würden, etwa auch für die Sanierung bestehender Leitungen, werde man selbstverständlich versuchen, auch diese in Anspruch zu nehmen, versicherte Wirnshofer. Ihm zufolge soll der neue Hochbehälter in Vocking bis 2028 fertig sein und in Betrieb gehen.

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