Gstadt – Rosi wird weiter Gstadt anfahren. Einstimmig ermächtigte der Gstadter Gemeinderat Ersten Bürgermeister Bernhard Hainz (FWG) in seiner jüngsten Sitzung, einen Vertrag mit dem Landkreis Rosenheim bezüglich des On-Demand-Verkehrs abzuschließen. Zwar hatte das Gremium schon im März dieses Jahres zugestimmt, dass das Projekt Rosi bis zum Vertragsende am 30. April 2028 weitergehen soll, aber im Gegenzug gefordert, dass das Verkehrssystem auf gesunde Füße gestellt werde.
Bürgermeister Hainz fasste den vorliegenden Vertrag zusammen, der, wie er sagte, „inhaltlich mit der Kommunalaufsicht abgestimmt“ worden sei. In dem Vertrag heißt es unter anderem, dass die Gemeinden zum Ausgleich der Kosten verpflichtet seien und dass bei einem Ausscheiden einer Gemeinde die Kosten nach Einwohnerzahlen auf die verbliebenen Teilnehmer umverteilt werden. Neu sei, dass eine Kündigung mit einer Frist von vier Monaten außerordentlich möglich sei. Zudem gebe es innerhalb des Rosi-Gebiets keine Zonen mehr. Auch seien die Tarife neu festgelegt worden, und Stornogebühren sollen umgesetzt werden. „Das ist uns versprochen worden.“
Michael Rappl (FWG) und Sepp Gartner (FWG) begrüßten den Verbleib der Gemeinde bei der Rosi. Valentin Rohrmüller (FGW) wollte wissen, wie es nach dem 30. April 2028 weitergehe, Jakob Bichler (FWG), wie es mit den jährlichen Kosten aussehe, und Georg Anderl (Bürgerliste) erkundigte sich nach der Förderung. Diese werde von Jahr zu Jahr weniger, während die jährlichen Kosten von Jahr zu Jahr stiegen, antwortete Hainz. Da das LKZ (das Projektzentrum Prien am Fraunhofer IML) im Hintergrund agiere, erhoffe er sich hier eine Verbesserung. Bezüglich der Zukunft der Rosi könne er nichts vorhersagen. Sicher sei nur, dass das Projekt bis Ende April 2028 gefördert werde. Es gelten, die Wirtschaftlichkeit des Projekts und das Defizit abzuwarten. Und vielleicht ergeben sich mit der Traudl (das neue Mobilitätsangebot des Landkreises Traunstein startete am 1. Juni 2026 im Nachbarlandkreis Traunstein) neue Verbindungen.
Franziska Buchner (FWG) hakte bei Buchbarkeit und Zuladung nach. Hainz erklärte, dass man diese Punkte gerne weitergebe. Sicher sei nur, dass es keine Zonen mehr gebe. Da keine weiteren Fragen kamen, ließ Hainz über den Abschluss des Vertrags abstimmen. Er fügte hinzu, dass Breitbrunn dem „neuen“ Rosi-Vertrag schon in seiner Sitzung im Mai zugestimmt habe. Die Gstadter Räte ermächtigten einstimmig den Bürgermeister, den vorgelegten Vertragsentwurf zu unterzeichnen. elk