Gemeinde Gstadt vergibt Stromauftrag neu

von Redaktion

Bürgermeister Bernhard Hainz soll ab 2027 wirtschaftlichsten Anbieter finden

Gstadt – Mit 13:0 haben die Räte von Gstadt am Chiemsee den Bürgermeister ermächtigt, den Auftrag für den Strombezug an den wirtschaftlichsten Anbieter zu vergeben. Zuvor hatte Bürgermeister Bernhard Hainz erklärt, dass der dreijährige Stromlieferungsvertrag mit der Firma Stern Strom zum Jahresende 2026 auslaufe.

Vorheriger Vertrag
läuft aus

Für den künftigen Strombezug ab 2027 bestehe entweder die Möglichkeit, an der kostenpflichtigen Strombündelungsausschreibung des Bayerischen Gemeindetags über die Firma „enPORTAL GmbH“ teilzunehmen oder alternativ bei den Stromanbietern Angebote einzuholen. Letztere Variante habe sich „bisher als die kostengünstigere, einfachere und flexiblere Variante erwiesen“. Ein weiterer Vorteil sei der direkte Kontakt zu den Stromanbietern. Der Ausschreibungszeitraum belaufe sich auf den Zeitraum bis Ende 2030.

„Ökostrom ohne
Neuanlagenquote“

Im Rahmen der Diskussion wurde die Frage nach Normalstrom oder Ökostrom erörtert. Beim Ökostrom müsse man zudem zwischen „mit Neuanlagenquote“ (Aufschlag von bis zu 0,50 Cent) oder „ohne Neuanlagenquote“ (Aufschlag circa 0,50 bis 1,50 Cent) unterscheiden.

Der Vorschlag der Verwaltung lautet Fortsetzung der bisherigen Variante „Ökostrom ohne Neuanlagenquote“. Christian Summerer (Bürgerliste) hakte bei der Neuanlagenquote nach. Dies sei zu klären, „für uns soll es das wirtschaftlichste Angebot sein“, erklärte Bürgermeister Hainz.

Angebote für
vier Jahre

Die Verwaltung schlägt vor, Angebote für vier Jahre Strombezug mit Ökostrom ohne Neuanlagenquote direkt bei den Stromanbietern einzuholen. Um eine größtmögliche Mengenbündelung zu erzielen, würden die Kriterien mit der Verwaltungsgemeinschaft und den übrigen Mitgliedsgemeinden sowie dem gemeinsamen Kommunalunternehmen abgestimmt. Für das Versorgungsgebiet Seebruck solle sich keine Veränderung ergeben.

Einstimmiger
Ratsbeschluss

Nach der Erörterung ermächtigte das Gremium mit 13:0 Stimmen den Bürgermeister, den Auftrag für den Strombezug an den wirtschaftlichsten Anbieter zu vergeben. Über das Ergebnis wird der Gemeinderat anschließend unterrichtet.

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