Mehr als 1.400 ehrenamtliche Stunden geleistet

von Redaktion

Verein „Hilfe für Bürgerinnen und Bürger Prien am Chiemsee“ bilanziert bei der Jahresversammlung

Prien – Seit fünf Jahren gibt es in der Marktgemeinde Prien den Verein „Hilfe für Bürgerinnen und Bürger Prien am Chiemsee“, dessen finanzielle Grundlage der verstorbene Priener Ehrenbürger Hans-Jürgen Schuster schuf. Wie helfend und aktiv der Verein mit seinen inzwischen 80 Mitgliedern ist, zeigte die gut besuchte Jahresversammlung im Gasthaus Alpenblick.

Hilfeleistung
mit Siebensitzer

„In Prien gibt es viele Vereine, die Gutes tun, da ist es schon eine tolle Sache, dass es auch noch einen Verein gibt, der ergänzend zu den gemeindlichen Hilfen schnell, täglich und unkompliziert für andere da ist“, lobte Zweiter Bürgermeister Michael Anner junior bei seinem Grußwort im Beisein von Priens ehemaligem Dritten Bürgermeister Martin Aufenanger und dem ehemaligen Vereinereferenten des Gemeinderates Michael Voggenauer, die beide den Helfer-Verein von Anfang an unterstützten. Den beiden galt auch der Dank der Zweiten Vorsitzenden Gudrun Orth, die für den erkrankten Vorsitzenden Fritz Seipel die Versammlung leitete. Sie informierte, dass derzeit 32 Leute als aktive Helfer im Einsatz seien. Zu den Hauptaufgaben der Frauen und Männer gehören – mithilfe eines Siebensitzer-Fahrzeugs und eines vereinseigenen Anhängers – Unterstützungen bei Wohnungsauflösungen, bei Umzügen oder bei Arztbesuchen.

„Zwischen unserem Vorsitzenden Fritz Seipel und der gesamten Vorstandschaft besteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Sozialamt und gesamtem Rathaus ebenso wie mit den Wohlfahrtsverbänden Caritas, Arbeiterwohlfahrt und Diakonie. Gleichwohl lebt unser Verein von den Mitgliedsbeiträgen und Spenden“, sagte die Zweite Vorsitzende. Erfreulich sei, dass es in Bernau ein Sozialkaufhaus der Diakonie gebe und dass sich weitere Ergänzungen bei den individuellen Hilfsmaßnahmen durch die Ukraine-Hilfe-Community ergäben. Regina Seipel erläuterte als Einsatzleiterin, dass die Koordinierung von Helfern und Bedürftigen nicht immer ganz einfach sei und dass es dabei viel Abstimmungsbedarf gebe. Über 1.400 ehrenamtliche Stunden hätten sich bei den verschiedensten Einsätzen für ältere Mitbürger und Alleinstehende ergeben. „Auch die Helferinnen und Helfer werden älter, sodass wir auch fortan nach neuen Bereitwilligen Ausschau halten“, sagte die Einsatzleiterin. Ein besonderes Anliegen des Vereins ist das Projekt „Allkids“, das von Milena-Marie Preiss koordiniert wird. Zwölf Tutoren – drei Erwachsene und neun ältere Schüler – leisten Nachhilfe für Familien, die es sich sonst nicht leisten könnten. Insgesamt 28 Spenden mit fast 1.800 Euro kamen im eigens hierfür eingerichteten Sparkassen-Spendenportal zusammen. Passend hierzu ergänzte Kassier Achim Günther, dass mit den Spenden für Allkids 813 Nachhilfestunden geleistet werden konnten und dass insgesamt das Spendenaufkommen im vergangenen Vereinsjahr 11.000 Euro betrug.

Michael Voggenauer informierte nicht nur als Kassenprüfer über die Finanzen, er bot auch die Zusammenarbeit mit dem Betreuungsverein an. Dankbar zeigte sich Regina Seipel darüber hinaus, dass im Kinderhort, in der Mittelschule, bei der Evangelischen Kirchengemeinde und im Jugendzentrum Räume zur kostenlosen Nutzung für den Verein überlassen werden.

11.000 Euro an
Spende eingegangen

In ihrem Ausblick gab Zweite Vorsitzende Gudrun Orth bekannt, dass neue Mitglieder anhand eines neuen Flyers gewonnen werden sollen, der unter anderem im Rathaus ausliegt oder über die Internetseite www.priener-helfen.de eingesehen werden kann.

Zudem wolle sich der Verein beim Neubürgerempfang im Herbst präsentieren und denke – ergänzend zum bestehenden Angebot des Repaircafés und des Seniorenprogramms – über ein Angebot zum Thema „Bewegung trotz(t) Demenz“ sowie über eine Handy-Sprechstunde nach.