Neuer Vereinsstadl des GTEV Prien feierlich eingeweiht

von Redaktion

Großes Programm mit Weinfest, Gottessegen und Preisplatteln für Kinder, Jugendliche und Aktive

Prien – Mit zwei gelungenen Veranstaltungen hat der GTEV Prien seinen neuen Vereinsstadel eingeweiht. Das Weinfest hatten die Aktiven des Vereins erstmals im Stadl abgehalten, was aufgrund des schlechten Wetters eine gute Entscheidung war. So konnte der Regen dem gemütlichen Fest, bei dem auch die „Sulzberger“ musikalisch für gute Stimmung sorgten, nichts anhaben. Zur eigentlichen Stadleinweihung hatte Petrus ein Einsehen und sorgte bei Sonnenschein für den passenden weiß-blauen Himmel. Vielleicht spielte da auch der göttliche Segen mit, den Vorsitzender Sepp Weidacher für den Stadl und alle, die damit zu tun hatten und haben werden, erbat. Diesen spendete Pfarrer Phillip Werner, wobei er den Vorstand und seine beiden Vertreter Benedikt Fischer und Felix Löhmann mit besonders viel Weihwasser bedachte.

„Wir feiern gemeinsam, das was ihr hier gemacht habt“, so Pfarrer Werner in seiner Predigt. „Das, was die Menschen zusammen aufrichten, das kann großartig sein, egal ob man hier jetzt das als Immobilie sieht, oder was ihr nachher bei Platteln miteinander zeigt.“ Anhand der biblischen Erzählung von Jesu Einkehr beim Zachäus forderte Pfarrer Werner die Trachtler auf, füreinander da zu sein und einander zu helfen.

Diese Eigenschaften hatten die Mitglieder beim Errichten des Stadls eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Schon 2015 reifte die Idee für diesen Stadl. Durch das Gaufest hatte sich weiteres Material angesammelt, das extern an verschiedenen Stellen untergebracht werden musste. Damals war Sepp Furtner die treibende Kraft, später der neu gewählte Vorstand Klaus Kollmannsberger. Das Grundstück direkt neben dem Trachtenheim, auf dem der Stadl jetzt steht, konnte dank erfolgreicher Verhandlungen mit der Gemeinde Prien, dem damaligen Erbpächter und der Familie Zahn am Bach für das Vorhaben gewonnen werden. Hierfür richtete Sepp Weidacher in seiner Rede nochmals den Dank an die Eigentümer und an Bürgermeister Andreas Friedrich für den Markt Prien. Franz Schober hatte den Plan gezeichnet: ein befahrbarer Stadl mit zwei großen gegenüberliegenden Schiebetüren und einer Galerie als zusätzlichem Lagerraum. Denn auch wenn der Stadl nun für Veranstaltungen genutzt wird, soll er in erster Linie als Lager dienen, in dem beispielsweise die Bühne für das Marktfest und die Kulissen für das Hirtenspiel Platz finden werden.

Die Leitung des Bauausschusses hatte Florian Bauer übernommen, und 2023 starteten die Arbeiten. Aushub und Holzbau wurden an Priener Firmen vergeben. Die Maurer- und Verputzarbeiten übernahmen dann die Vereinsmitglieder um Hannes Stephan, Florian Hefter und Hugo Sperger. Den Firstbaum hatten kurzerhand Feuerwehr und Jungbauern entwendet, ihn aber gegen Bier und Brotzeit wieder eingetauscht. Dafür halfen die beiden Vereine auch beim Dachdecken. Der Innenausbau und die Fertigstellung waren wieder eine außerordentliche Gemeinschaftsleistung – von den Elektroarbeiten bis zum Weißeln durch die Aktiven. Neben der Versorgung der fleißigen Arbeiter hatten die Röckefrauen auch für den Anstrich der Schalung gesorgt. Ihnen allen sagte Vorstand Sepp Weidacher in seinem Rückblick nochmals „Dankscheen und Vergelt’s Gott“.

Mit „Bauernmadl“ leitete die Kindergruppe des GTEV die Kinder- und Jugendgruppe zum zweiten Höhepunkt des Sonntags über. Ebenso wie bei den anschließenden Preisplatteln sorgte die „26er Preisplattlmusi“ mit Christian Hofbauer aus Prien sowie Magdalena Hamberger und Michi Wörndl aus Fradorf für musikalische Begleitung. Erstmals gab es für die kleinsten Dirndl und Buam eine Einsteigerklasse ohne Wertung, bei der sich der Trachtennachwuchs in der Gruppe erstmals zum Platteln und Dirndldrahn auf die Bühne traute.

Danach ging es für 33 Kinder und Jugendliche beim Preisplatteln um Punkte. Bei den Buam I erreichte Stefan Poppe mit 26 Punkten das beste Ergebnis, auf Platz zwei und drei folgten Georg Noichl und Anton Winkler. Bei den Buam II belegte Lukas Poppe den ersten Platz, dahinter Konrad Obermüller und Simon Stockinger. Der Sieger bei den Buam III musste durch Rittern ermittelt werden. Das gewann Moritz Obermüller vor seinem Cousin Lorenz Obermüller und Johannes Braun.

Bei den Dirndl I holte sich Carina Weidacher zum zweiten Mal den Sieg und durfte den Wanderpokal behalten. Zweite wurde in einer starken Klasse Leni Fischer vor Anna Nürnberger.

Durch Rittern musste auch die Klasse der Dirndl II entschieden werden: Anna Bauer holte sich mit 0,2 Punkten Vorsprung den Sieg vor Nathalie Almer, Dritte wurde Leni Nürnberger.

Bei den Dirndln III gab es nur zwei Starterinnen. Johanna Hofbauer siegte vor Theresa Haipt. Zum dritten Mal an diesem Tag musste durch Rittern auch bei den Aktiven Buam der Sieger ermittelt werden. In dem Bruderduell setzte sich Sebastian Obermüller mit 38,7 Punkten knapp vor Seppi Obermüller mit 38,4 Punkten durch. Auch er darf den Pokal nach dem dritten Sieg behalten. Den dritten Platz sicherte sich Hansi Messerer.

Mit Bernadette Stein holte sich die aktuelle Dirndlvertreterin bei den Aktiven Dirndln den Sieg vor Stefanie Stockinger und Stefanie Feßler. In der Altersklasse wurde der Plattler im Vorfeld ausgelost. Erster wurde Felix Löhmann mit dem „Auerer“, Zweiter Klaus Löhmann mit dem „Gauplattler“ und den dritten Platz erreichte Peter Thauer mit dem „Ribaupierre“. bef

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