Staudach-Egerndach – Die gute Nachricht kam gleich zu Beginn der Gemeinderatssitzung: Der Kindertagesstätten-Verband Grassau mit der katholischen Kirchenstiftung Grassau wird auch für die weitere Kindergartengruppe als Träger fungieren. Dies berichtete Bürgermeisterin Martina Gaukler. Damit ist die Suche nach einem neuen Träger vom Tisch. Die Kirchenstiftung, die bislang bereits Träger des eingruppigen Kindergartens ist, übernimmt die zweite Gruppe. Somit ändert sich nichts an der Ausrichtung und Personalverwaltung des Kindergartens.
Fachplanungen werden
vorbereitet
Auf Grundlage des jüngsten Beschlusses zur Annahme der Planvariante wird nun weitergeplant. Bevorzugt wird dabei ein Anbau an den bestehenden Kindergarten, wobei der Baukörper nicht rechteckig geplant wird und im Baukörper unter anderem ein großer Mehrzweckraum realisiert wird. Ein weiterer Gruppenraum lässt sich im Gebäude integrieren.
Wie die Bürgermeisterin weiter berichtete, werden derzeit auch die Fachplanungen, wie Statik und Ähnliches, vorbereitet.
Die Bürgermeisterin informierte auch über die Offene Ganztagsschule. Für diese Betreuung ist der Schulverband als Sachaufwandsträger zuständig. Durch die Verlegung der Garderoben sind zu den Klassenzimmern weitere kleinere Räume zur Intensivierung hinzugekommen und auch eine kleine Bücherei wurde geschaffen. Seit September besteht die Offene Ganztagsschule und laufe, so Martina Gaukler, sehr gut mit guter Auslastung. Schüler, die eine längere Betreuung benötigen, werden nach Grassau gefahren und hier bis 16 Uhr beaufsichtigt.
Ihrer Ansicht nach reichen die räumlichen Möglichkeiten im Grundschulgebäude für die Offene Ganztagsschule. Der Kindergarten ist im hinteren Bereich des Grundschulgebäudes integriert, mit eigenem Zugang. Den Kindergartenanbau deshalb aufzustocken und einen Zugang zum Grundschulgebäude zu planen, halte sie für nicht notwendig. Dennoch sollte der Anbau so geplant werden, dass bei Bedarf aufgestockt werden kann und damit mehr Raum für die Grundschule geschaffen werde. Sie verwies auf die Sozialraumanalyse, die auch die künftigen Geburtenzahlen prognostiziert. Laut der Analyse sei Staudach-Egerndach mit der Geburtenrate von acht Kindern jährlich Spitzenreiter im Landkreis. Dafür ist die Gemeinde jedoch die kleinste im Landkreis.
Räumlichkeiten
reichen aus
Herbert Weber (UWG) fragte nach, wie hoch die Mehrkosten sind, wenn gleich aufgestockt werde. Bastian Starflinger (UWG) meinte, dass dies nach derzeitigem Stand schwer zu begründen sei und die Bürgermeisterin fügte hinzu, dass man von ein paar Hunderttausend Euro Mehrkosten ausgehen könne. Doch falls der Raum einmal benötigt werde, könnte aufgestockt werden.
Einstimmig erkannte der Rat den Bedarf der Offenen Ganztagsschule an und entschied, dass die vorhandenen Räumlichkeiten ausreichen. Eine weitere bauliche Umsetzung sei derzeit nicht erforderlich.