Wetterglück und Besucheransturm in Chieming

von Redaktion

Bei „Aufgspuit am Chiemsee“ begeistern 160 Mitwirkende elf Stunden lang mit Volksmusik

Chieming – Großes Wetterglück hatte „Aufgspuit am Chiemsee“ in diesem Jahr. Trotz grauem Himmel am Vormittag entschieden sich die Veranstalter für das Freiluft-Konzept an fünf Plätzen im Ort – und wurden mit einem enormen Besucheransturm belohnt.

Aufgrund des freien Eintritts gab es keine genauen Besucherzahlen, doch die Organisatoren zeigten sich hochzufrieden. „Hätte das Wetter umgeschlagen, hatten wir einen Plan B vorbereitet und sofort umgesetzt. Das Heimathaus und der Wirtshaus-Saal wären für diesen Fall bereits vorbereitet gewesen“, erklärte die federführende Organisatorin Bärbel Baumgartner. Sie dankte besonders dem Team des Chiemseer Wirtshauses um Daniel Lex: „Es ist eine hervorragende Zusammenarbeit, ohne die ‚Aufgspuit am Chiemsee‘ in dieser Größenordnung nicht mehr stattfinden könnte.“ Knapp 20 Musikgruppen, die Chieminger Trachtenkinder sowie 62 Kinder aus vier regionalen Musikschulen gestalteten das elfstündige Programm. Rund 160 Mitwirkende boten den zahlreichen Gästen aus nah und fern einen abwechslungsreichen volksmusikalischen Spaziergang. Unterstützt wurde das Organisationsteam um Baumgartner, Hubert Steiner, Lisbeth Genghammer, Irmi Wallner und Thomas Schlicht tatkräftig vom Trachtenverein, dem Katholischen Frauenbund und dem Heimatverein.

Den Auftakt im Biergarten machte die Irger Tanzlmusi. Mitgründer Wasti Wallner betonte den Anspruch der Gruppe: „So versuchen wir aufzufallen, nicht abgedroschen zu sein und eine gewisse Frische in die Volksmusiklandschaft zu bringen.“ Auf den verschiedenen Bühnen reihte sich ein Höhepunkt an den nächsten: Die Chieminger Trachtenkinder begeisterten ebenso wie die Äigridschn Muse, die Innleit’n Musi und die Thalberg Musi direkt am See. Für abwechslungsreiche Klänge sorgten zudem die Lausaringer Musikanten, die Daxnschnoata Tanzlmusi, die Hoizwegmusi und das Bavorská-Quartett.

Stimmgewaltigen Gesang boten die Nutz-Dirndln aus Saaldorf sowie die Huber-Dirndln aus Wildenwart. Am Pfarranger spielten unter anderem die Elstätzinger Musikanten und die Salzkammergut Geigenmusi auf, während am Bienen-Lehrpfad der talentierte Nachwuchs der Musikschulen Inzell, Grassau, Traunstein und Traunwalchen sowie die humorvolle Viertelalm-Musi für beste Unterhaltung sorgten.

Ein besonderer Höhepunkt war am frühen Abend das Weisenblasen von Booten auf dem See. Das Quartett „Bruckn-Blech“ setzte am Dampfersteg einen stimmungsvollen Schlusspunkt.

Zum großen Finale im Biergarten spielte die Dinndaussd Musi bis 22 Uhr zum Tanz auf, während Fußballfans parallel das Public Viewing sahen. zan

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