Grassau – Einmal im Jahr verwandelt sich das historische Klaushäusl in eine lebendige Bühne: Die Musikschule Grassau lud wieder zum traditionellen volksmusikalischen Hoagascht in den Ausstellungssaal des Museums Salz & Moor ein. Diesmal präsentierten sich die fortgeschrittenen Jugendgruppen der Schule – und das mit großem Erfolg und ganz ohne Lampenfieber. Mit 20 Musikstücken, sieben Ensembles und Soloauftritten bot der Abend eine dichte volksmusikalische Vielfalt von Zither und Harfe über Klarinette und Ziach bis hin zu Tuba und Kontrabass. Vertretungsweise führte Musiklehrerin Marlene Noichl charmant durch das Programm und stellte die jungen Talente im lebendigen Zwiegespräch vor.
Die Vielfalt der Formationen beeindruckte: „Die Fetzigen Fünf“ machten ihrem Namen alle Ehre, während der „Grassauer Dirndlgsang“ mit harmonischem Dreigesang überzeugte. Zarte Akzente setzten die „Hochgern Zithermusi“ und die Harfenistin Johanna Lindlacher mit einem Solo. Schwungvoll präsentierten sich das „Schnappen Ziachduo“, die „Hascht dawei Musi“ sowie die „Griabinga Musi“. Die „Grassauer Klarinettenmusi“ bestach zudem durch eine ungewöhnliche Besetzung mit einem Bassflügelhorn.
Das Publikum aus Familien und regionalen Volksmusikfreunden zeigte sich begeistert.
Nach dem offiziellen Ende ging das musikalische Fest erst richtig los: Die jungen Musikanten griffen ungezwungen und in wechselnden Besetzungen weiter zu ihren Instrumenten. Es wurde getanzt und gelacht. So wurde das Klaushäusl zu einem echten, lebendigen Hoagascht, wie er im Buche steht.