Grassau – Plötzlich ist der Bedarf an einem Pflegebett oder einem Rollstuhl da, sei es nach einem Schlaganfall oder einem Unfall, sei es vorübergehend, kurzfristig nach einem Krankenhausaufenthalt oder langfristig. Wer hilft dann? Diese Gedanken hat sich der Verein Integer gemeinsam mit dem Agenda-Arbeitskreis Familie und Senioren gemacht und beim „Zuhören-Termin“, einer Diskussionsreihe des Vereins Integer, zur Diskussion gestellt.
Räume für
Lagerung gefunden
Die Anregung kam, so informierte Thomas Lecke-Lopatta, Vorsitzender des Vereins Integer, von der Dorfhelferin Verena Noichl. Bei einem Treffen mit ihr, Bürgermeister Stefan Kattari sowie den Vertreterinnen des Krankenpflegevereins Übersee, Erika Stefanutti und Uschi Geiger, wurden die Möglichkeiten vertieft, Strukturen zur technischen Hilfeleistung aufzubauen. Die beiden Damen aus Übersee informierten über ihre Arbeit und Herausforderungen. Mehrfach hatte der Krankenpflegeverein bereits in Grassau ausgeholfen. Doch künftig und vor allem bei vermehrtem Bedarf wäre es gut, wenn auch in Grassau eine ähnliche Hilfe aufgebaut wird. „Der Krankenpflegeverein kann auf eine 99-jährige Geschichte zurückblicken. Wir würden ganz von vorne beginnen, der Krankenpflegeverein würde uns dabei helfen“, so Lecke-Lopatta. Es gehe nicht um eine menschliche Begleitung der Patienten, sondern um die Hilfe bei der Beschaffung von Pflegegerätschaften wie Pflegebetten oder Rollstühlen. Der Verein Integer könnte die notwendigen Räumlichkeiten für die Lagerung der Hilfsmittel bereitstellen und hätte auch Möglichkeiten, einige anzuschaffen.
Vereinsvorsitzender Lecke-Lopatta berichtete, dass es von der Verordnung bis zur Lieferung eines Pflegebetts dauern könne. Die Pflege eines bettlägerigen Menschen könne nur in einem Pflegebett gelingen. Die letzte Lebensphase sollte dem Patienten so angenehm wie möglich gestaltet werden, und ein Pflegebett sei dafür unabdingbar, meinte er. Es gehe auch um die Bereitstellung von Rollstühlen, auch bei vorübergehender Einschränkung.
„Wir könnten die Hilfsgeräte lagern, doch wir bräuchten Personen, die sich für die Koordination einsetzen“, so der Vorsitzende. In erster Linie wird nun ein Ansprechpartner gesucht, der die Koordination übernimmt. Bei ihm würden die Fäden zusammenlaufen: Er nimmt Telefonate und den Hilfsbedarf entgegen und organisiert die Lieferung der Hilfsmittel. Dies alles sollte möglichst niedrigschwellig passieren, sodass den Familien möglichst unbürokratisch und schnell geholfen werde. Schön wäre es, so der Verein, wenn sich eine Gruppe bilde, die den Aufbau einer Hilfsstruktur mitbegleitet.
Aufbau von
Strukturen
Wer sich vorstellen kann, hier mitzuhelfen, sei willkommen, so Lecke-Lopatta. Wer unterstützen möchte, kann sich unter Telefon 0151/11166601 oder per E-Mail an info@integergrassau.de an den Verein Integer wenden.