Sechs Abiturienten mit Bestnote 1,0

von Redaktion

Priener Ludwig-Thoma-Gymnasium feiert ersten G9-Abiturjahrgang mit einem Novum

Prien – Die Abiturergebnisse am Ludwig-Thoma-Gymnasium in Prien sind raus. Von den 87 Abiturienten haben 20 einen Notenschnitt besser als 1,5 erzielt. Nachdem im vergangenen Jahr nur an ausgewählten Schulen in ganz Bayern das Abitur abgelegt worden ist, stellt der diesjährige Abiturjahrgang den ersten dar, der im neuen G9 die Prüfungen absolviert hat. Dementsprechend aufgeregt waren sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler. Nach vielen Wochen des Lernens, des Schwitzens und der Ungewissheit, wie es denn nun ausgegangen ist, wurden am Freitag, 12. Juni, die Ergebnisse durch die Schulleitung bekannt gegeben. Und die sind, wie Schulleiter Rainer Hoff betont, „äußerst erfreulich“.

„Das hatten
wir noch nie!“

Von den 87 Schülerinnen und Schülern, die angetreten sind, konnten 20 einen Schnitt von 1,5 oder besser erreichen. Sechs davon konnten sogar mit der Traumnote 1,0 abschließen, „das hatten wir am LTG noch nie“, freut sich Oberstufenbetreuer Martin Böswald über die guten Ergebnisse. Für zwei Prüflinge ist der Abschluss jedoch noch nicht in trockenen Tüchern, sie müssen in der kommenden Woche noch zur Nachprüfung antreten, aber das sollte schon klappen, geben sich die Verantwortlichen zuversichtlich.

Isabell Korte, Anna Moser und Johanna Unterhauser planen für den Sommer eine Interrail-Tour durch Europa, bevor sie dann ab Herbst in Studium und FSJ starten.

Isabell hat einen Schnitt von 1,2 erreicht und plant, in Augsburg Lehramt für Mathe und Englisch zu studieren. Anna wird ein freiwilliges soziales Jahr in einem Kinderheim machen, bevor sie dann entscheidet, wie es für sie weitergehen wird. Mit einem Schnitt von 1,5 stehen ihr jedoch viele Türen offen. Johanna hat mit 1,0 abgeschlossen und konnte in den fünf Abiturprüfungen die volle Punktzahl erreichen. Sie hat sich für ein Orientierungsstudium an der TU München eingeschrieben, denn „es soll auf jeden Fall etwas Naturwissenschaftliches werden.“

Auch Maximilian Krug, Thomas Karela und Michaela Knappe, alle drei mit der Bestnote 1,0, werden sich im Sommer auf eine Interrail-Reise begeben, bevor es für Michaela, die in den Abiturprüfungen ebenfalls volle Punktzahl hatte, ab Herbst mit Medizin an der LMU München startet. Auch Thomas möchte in diesen Bereich gehen, wenn er im Sommer eine Ausbildung zum Sanitäter absolviert hat. „Vielleicht wird es aber auch Informatik, das ist noch offen“, meint er. Maximilian plant, Philosophie und Physik zu studieren. Ein weiterer Abiturient möchte Physiker werden, im Sommer plant Dustin Bichler (1,5), sich darauf vorzubereiten. Er freute sich sehr über das gute Ergebnis, da „er seine Leistungen nur schwer einschätzen konnte“.

Ebenfalls in die naturwissenschaftliche Richtung gehen möchte Leonhard Mühlberger, der mit 1,0 abgeschlossen hat. Für ihn beginnt im Herbst das Studium im Fach Mathematik. Philipp Vodermaier (1,3) hingegen orientiert sich in Richtung Elektrotechnik oder Maschinenbau. Auf seiner zweimonatigen Australienreise, die er im Anschluss an die Schulzeit plant, hat er Zeit, sich zu überlegen, was es werden wird. Benjamin Kothlow (1,1) verzichtet auf Bahn und Flugzeug und startet auf eine Radtour nach Barcelona, bevor er im Herbst mit einem FSJ im Rettungsdienst beginnt. „Was danach kommt, ist noch offen, vielleicht Geowissenschaften.“

Im Rettungsdienst wird auch Moritz Wallner (1,2) in den kommenden Monaten aktiv sein. Er wird in Österreich seinen Zivildienst ableisten, bevor er dann Medizin oder Statistik studieren möchte.

Für Paulina Götz (1,2), Franziska Düll (1,3) und Tara Thomas (1,5) heißt es auch erst einmal reisen. Für Paulina geht es dann nach Würzburg oder Erlangen. Dort wird sie Lebensmittelchemie studieren. Pharmazie oder Jura soll es für Franziska werden, zuerst wird sie jedoch in Sri Lanka als freiwillige Helferin tätig sein.

Ziele in Regensburg,
Barcelona und Kiel

Tara verschlägt es an das andere Ende der Republik. Sie wird in Kiel Biologie studieren, „weil ich dort mein Hobby Segeln mit dem Studium verbinden kann.“ Theresa Deindl (1,5) weiß, dass sie in Regensburg studieren möchte, ob es Lehramt für Grundschule oder Förderschule wird oder doch vielleicht Jura, ist dabei noch offen. Egal, was die Abiturienten in Zukunft planen, alle waren froh, dass es geschafft ist, und feierten ihr Abitur ausgiebig.

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