Breitbrunn – Unter Seglern wünscht man sich gegenseitig „Mast- und Schotbruch“ und „immer einen Handbreit Wasser unter dem Kiel“. Genau um diese „Handbreit Wasser unter dem Kiel“ ging es einem Antragsteller in der jüngsten Sitzung des Breitbrunner Gemeinderats. Er hatte nicht nur die Sanierung des bestehenden Stegs beantragt, sondern auch dessen Verlängerung gewünscht, um sein Segelschiff auch bei wenig Wasser festmachen zu können.
Bürgermeister Anton Baumgartner erläuterte eingangs, der bestehende Steg sei kaputt und es sei dort „relativ seicht“. Nach den Plänen solle der Steg um rund drei Meter verlängert werden. Nikolaus Arpe erkundigte sich, ob der Wasserstand auch beim Strandbad und dessen Steg ähnlich sei. Baumgartner bestätigte dies, merkte aber an, dass dort die Problematik nicht das erschwerte Festmachen von Schiffen sei, sondern „dort geht’s ums Reinspringen“. Arpe sprach die allgemeine Problematik des niedrigen Pegels am Chiemsee an: „Das betrifft doch sicher auch andere Gemeinden.“
Der Bürgermeister informierte: „Ja, seit zwei Jahren gibt es da eine Initiative.“ Die Chiemsee-Bürgermeister seien dazu auch auf das Wasserwirtschaftsamt zugegangen, doch die Untersuchung am Traunsteiner Amt laufe noch. Baumgartner wies zudem auf entsprechende Bemühungen des Abwasser- und Umweltverbandes hin.
Die Räte befanden den Antrag als „plausibel“ und stimmten für die Sanierung des bestehenden Stegs. „Vorbehaltlich der Zustimmung der Seenverwaltung“ könnten sie sich auch eine Verlängerung vorstellen. Bürgermeister Baumgartner machte den Räten darauf aber wenig Hoffnung, auch „wenn wir dafür sind“. daa