Millionen für die Schule

von Redaktion

Die Sanierung der Grundschule in Rimsting war Thema im Gemeinderat. Eine Architektin stellte das Konzept für das 3,5-Millionen-Euro-Projekt vor, dessen Baustart für 2028 geplant ist. Für die Bauzeit von rund einem Jahr sollen die Schüler in Container umziehen.

Rimsting – Mit einer ganzen Reihe von Detailfragen warteten die Gemeinderäte bei der Vorstellung des Sanierungskonzepts für die Rimstinger Grundschule auf. Damit der Startschuss im September 2028 fallen kann, sind noch etliche Vorarbeiten zu leisten, wozu auch die Festlegung der Gewerke zählte. Dafür gaben die Räte einstimmig „grünes Licht“.

Umfangreiche
Modernisierung

Mit der Architektin Monika Rieder, der Schulleitung und der Verwaltung möchte nun der Gemeinderat bei einem Rundgang im Gebäude den Planern über die Schulter schauen, sollen sich doch Schüler und Lehrer in dem 3,5 Millionen Euro teuren Objekt später einmal viele Jahrzehnte wohlfühlen.

Bereits im Oktober 2025 hatte die Architektin Monika Rieder das Sanierungskonzept für die Grundschule in Rimsting im Rat vorgestellt. Aber nach der Kommunalwahl 2026 sollten auch die neuen Gemeinderäte auf den aktuellen Stand gebracht werden. Außerdem war eine Vorstellung des strukturellen Sanierungskonzepts zwingend notwendig, damit der Rat die Gewerke festlegen und darüber abstimmen konnte. Von der Regierung von Oberbayern liege ein voraussichtlicher Zuschussbescheid in einer Höhe von 1,7 Millionen Euro vor. Über das Sondervermögen sei es aber möglich, eventuell noch weitere Mittel abzurufen. Rieder erläuterte, dass sie das ganze Gebäude durchgegangen seien, um festzustellen, welche Maßnahmen getroffen werden müssten. Auch ein Brandschutzbüro sei eingeschaltet worden.

„Die schulaufsichtliche Genehmigung liegt bereits vor“, informierte die Architektin. Sie unterstrich, dass alle Sanitärbereiche komplett erneuert werden, außerdem die alten Böden entfernt und durch neue ersetzt werden. Das Gleiche gelte ebenfalls für die Fenster, die mit einem Sonnenschutz versehen werden. Wegen des Straßenlärms werde in jedem Klassenzimmer ein Einzelraum-Lüfter installiert. „Alle Klassenzimmer erhalten außerdem Akustikdecken“, so Rieder.

Während ein barrierefreies WC im Erdgeschoss gebaut werde, gebe es keine Pflicht für einen Aufzug, es gibt die Möglichkeit, einen Treppenlift zu installieren, führte Rieder weiter aus. Im Erdgeschoss werde auch der Eingangsbereich völlig neu gestaltet, „doch Detailfragen müssen wir noch mit der Schulleitung abklären“, so Rieder. Im Obergeschoss sehe der Maßnahmenkatalog gleiche Prioritäten vor. Auch dort gehe es um neue Böden, Fenster, Sonnenschutz, Akustikdecken und wie in jedem Geschoss um eine Erneuerung der Elektrik. Im Dachgeschoss werde auch die ehemalige Hausmeisterwohnung saniert.

Während Raimund Steinberger (UWG) das Thema Eingangsbereich und Sonnenschutz angesprochen hatte, wollte Nina Weinland (Grüne) wissen, wie im Dachgeschoss im Musiksaal und der Aula im Sommer die Temperaturen erträglich gemacht werden. „Da oben wird es furchtbar heiß“, berichtete sie. „Es kommt ein komplett neues Dach auf das Gebäude und in jedem Raum ein Einzelraum-Entlüfter müsste das Problem entschärfen“, betonte Rieder. Hans Fritz (CSU) wollte anschließend wissen, ob Holz- oder Kunststofffenster vorgesehen seien. Da kein Schulbetrieb im Schulhaus während der Sanierungsarbeiten möglich sei, strebe die Gemeinde eine Containerlösung an.

Rieder hatte eine Aufstellung der kalkulierten Kosten für die einzelnen Gewerke dabei und listete diese für die Räte auf. So seien über 500.000 Euro für das neue Dach kalkuliert, rund 323.000 Euro für die Erneuerung der Sanitärbereiche und weitere Summen für Böden, Akustikdecken und Sonnenschutz.

Alles in allem führte Rieder so 23 Einzelpositionen auf, zu denen auch die Planungskosten und die Anschaffung der Container zählten. Die Kostenschätzungen aus dem vergangenen Jahr beliefen sich auf rund 3,5 Millionen Euro. Mary Fischer von den Freien Wählern (FW) fragte nach Referenzobjekten und ob es möglich sei, dass der Gemeinderat eine Führung durch das Schulhaus bekomme. Sie ging auch auf die Vorstellung von Rieder ein. Dort müsse eine Brandschutztür eingebaut werden, außerdem gebe es im Nordwestbereich Probleme mit feuchten Wänden, die eine Trockenlegung erforderten.

Angesprochen auf ein mögliches Platzproblem und die Schaffung eines neuen Klassenraums, verwies Jakobi auf einen Raum, der Fenster habe und bislang als Werkraum genutzt werde. Dieser könne zu einem weiteren Klassenzimmer umgebaut werden und habe eine bessere Aufenthaltsqualität als der weitere Raum im hinterliegenden Teil des Kellers, war er sich sicher. „Ich stehe sehr gerne für eine Begehung zur Verfügung“, versprach Rieder und nannte als Referenzobjekte die Turnhalle oder das Schulhaus in Waldhausen. Da immer weitere Detailfragen auftauchten, plädierte Bürgermeister Moser dafür, diese direkt vor Ort zu klären. Die Verwaltung soll nun einen Termin für eine Ortsbegehung ermitteln.

Hitzeschutz und
Millioneninvestition

Für die Sanierung der Grundschule müssen als nächste Schritte die Architektenleistungen sowie die Planungsleistungen Elektro und Heizung/Sanitär ausgeschrieben und Angebote eingeholt werden. Geplant sei, dass die Schule in den Sommerferien 2028 in das Provisorium umziehe, das für rund ein Jahr dann der Ort des Unterrichts sein werde. Für die Sanierungsarbeiten seien mindestens zwölf Monate veranschlagt, erklärte Rieder.

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