Prien – Mangelnde Kreativität kann sich die Jungbauernschaft Prien nicht nachsagen lassen. So mancher war vielleicht der Meinung, dass das traditionelle Peterlfeuer der Jungbauern am Herrnberg aufgrund der hohen Waldbrandgefahr nicht stattfinden würde. Umso mehr dürfte es dann verwundert haben, dass im Ort doch die Wegweiser-Schilder „Peterlfeuer“ zu sehen waren.
Denjenigen, die sich dann gegen Abend auf den Weg machten, leuchtete ein glühendroter, qualmender Scheiterhaufen vom Herrnberg entgegen. Nur dass der „Peterl“ an der Spitze diesmal zwar jede Menge „Rauch“ abbekam, er aber von heißen Füßen verschont blieb und den ganzen Abend lang auf die zahlreichen Besucher hinunterschauen konnte, die sich im Halbrund um das „Feuer“ einen vergnüglichen Abend machten.
War anfangs der Besuch noch spärlich, weil viele erst noch im See Abkühlung von der Tageshitze fanden, füllten sich noch vor Einbruch der Dunkelheit schnell die Plätze. Am Ende genossen an die 700 Menschen den Sommerabend bei Mondschein. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die „Wirtsbucklmusi“, und die Jungbauern schwitzten in der Küche und versorgten ihre Gäste mit Pommes, Semmeln und Getränken. An der Bar gab es auch etwas Hochprozentiges für die Erwachsenen, und die Kinder hatten ihren Spaß in der Hüpfburg.
Erst nach Mitternacht leerten sich die Bänke, und die Jungbauern konnten mit ihrem Fest in dieser Form sehr zufrieden sein – auch dank der gelungenen Illumination des Scheiterhaufens durch Ruppert Stocker. Trotzdem hoffe man, dass nächstes Jahr das Wetter wieder mitspiele und ein richtiges Feuer angezündet werden könne.bef