Breitbrunn – Am „Tag der offenen Gartentür“ erschließen sich die sonst verborgenen kleinen Paradiese privater Gärten mit ihrer Vielfalt und ihrem Reichtum an Gartenkultur.
Eine vom Landkreis Rosenheim ausgearbeitete Route, unter der Federführung des Kreisverbands Rosenheim, des Bezirksverbands (Kreisfachberatung) und der mitwirkenden Gartenbauvereine, verband am vergangenen Wochenende Gärten in den Gemeinden Breitbrunn, Gstadt, Eggstätt und Bad Endorf (Ortsteil Hemhof).
Großen Anklang fand die Anlage der Familie Friedrich im Breitbrunner Ortsteil Kämpfenthal, bei der sich die Besucher im wahrsten Sinne des Wortes die „Gartentüre in die Hand gaben“. Unter dem Motto „Artenreich mit Feingefühl“ gestalten die Besitzer seit über 25 Jahren ihren 2.500 Quadratmeter großen Hausgarten, der sich rund um ein ehemaliges Scheunengebäude schlängelt. Anders geartet ist der Garten der Breitbrunner Familie Arpé. Der Besitzer hat aus der Not zweier vorbeilaufender Straßen eine Tugend gemacht und auf Upcycling gesetzt. Beim Anlegen wurden alte Dachziegel zu kleinen Mauern aufgestapelt, die das Gebäude vom Autolärm abschirmen und gleichzeitig besondere Rückzugsorte auf dem Grundstück bieten. Mit einem Hang zur Exotik findet man neben Bananenstauden auch winterharte Hanfpalmen.
Herzstück des Gstadter Hofanger-Geländes ist der Heilpflanzen-Schaugarten. Er beinhaltet Kräuterbeete, darunter auch Pflanzen der Hildegard von Bingen. Duftpflanzen und essbare Blüten bieten ein besonders sinnliches Erlebnis. Auch Rosenbeete in ihrer ganzen Blütenpracht säumen die Anlage.
Für hungrige Fußgänger und Radfahrer hatte das Organisationsteam um Vorsitzenden Sepp Fritz einen reichhaltigen Getränkestand und gegrillte Lammbratwürste am Hofanger zur Verfügung gestellt.