Grassau – Die Anspannung der jungen Vorleser aus den dritten und vierten Klassen war groß, als sie sich im großen Heftersaal vor ihren Mitschülern der Jury stellten und sowohl bekannte als auch unbekannte Texte vorlasen. Dennoch meisterten sie ihre Aufgabe souverän und schlüpften gekonnt in die Rollen, die der Text vorgab. Dies freute die Lehrer, allen voran Lukas Asal-Stamm, der den Vorlesewettbewerb initiiert hatte.
Der Saal war voll besetzt mit über 150 Kindern der dritten und vierten Klassen aus Grassau und Staudach-Egerndach. Im Vorfeld hatte jede Klasse selbst ihre besten Leser gewählt und ins Rennen geschickt. Als Jury konnten Anke Schinkel, Mitarbeiterin der Grassauer Bücherei, sowie Ingrid Gut von der Gemeindebücherei Marquartstein gewonnen werden. Aufmerksam lauschten sie den Lesekünsten der Schüler und achteten auf die richtige Betonung sowie den Lesefluss.
Zunächst schickten die vier dritten Klassen jeweils zwei Vertreter ans Pult. Jedes Kind stellte das von ihm gewählte Buch und den Autor vor und begann, eine Passage vorzulesen. Vor allem Bücher aus dem Reich der Fantasie hatten die Schüler ausgewählt. Auch aus den vierten Klassen wurden jeweils zwei Vertreter entsandt. Schwieriger gestaltete es sich beim Lesen eines fremden Textes, noch dazu in Dialogform, bei dem sich die Grundschüler schnell in die neue Rolle einfinden mussten. Während die Jury beriet, durften sich die Kinder bewegen. Dann wurden die Sieger verkündet: Leonhard Sichler und Celina Schützinger gewannen die ersten Preise in der Wertung der dritten Klassen. In der Wertung der vierten Klassen erzielten Luisa Schreiner und Nikolas Kuhn die ersten Plätze.