Rimsting – Unter dem Titel „Moon River – Konzert zur blauen Stunde“ gestalteten die Konzert- und Opernsängerin Neli Heil und die Pianistin Kamila Akhmedjanova ein Programm, das von der Oper über die Operette bis hin zu bekannten Melodien aus Film und Unterhaltungsmusik führte.
Zu Beginn stellte Moderator Rudi Mrozek die beiden Künstlerinnen vor und verwies auf ihre beeindruckenden musikalischen Lebensläufe: Die Rimstinger Konzert- und Opernsängerin Neli Heil ist regelmäßig auf Konzert- und Opernbühnen im In- und Ausland zu erleben. Die Pianistin Kamila Akhmedjanova, vielen auch von den Immlinger Festspielen bekannt, ist zudem als Pianistin und Korrepetitorin an der Bayerischen Staatsoper tätig. Dass zwei Künstlerinnen mit dieser professionellen Erfahrung einen solchen Abend in Rimsting gestalteten, verlieh dem Konzert eine besondere Qualität, die von vielen Besuchern ausdrücklich hervorgehoben wurde. Bereits in der Begrüßung machte Rudi Mrozek deutlich, dass das Konzert als „Geschenk an die Gemeinde“ gedacht war und auf Spendenbasis stattfand. Ermöglicht wurde die Veranstaltung durch die Unterstützung der Bürgerhilfe Rimsting sowie des Trachtenvereins Rimsting.
Die stimmungsvolle Kulisse der Strandanlage zeigte sich dabei von ihrer schönsten Seite. Während die Sonne langsam über dem See unterging und die blaue Stunde begann, lauschten die Besucher den Klängen am Ufer. Einige Zuhörer verfolgten das Konzert sogar von ihren Booten oder den umliegenden Stegen aus.
Der Mond zog sich wie ein roter Faden durch das Programm. Im ersten Teil erklangen unter anderem die berühmte Mondarie aus Dvoráks Oper Rusalka, „Strahlender Mond“ aus „Der Vetter von Dingsda“ sowie das Lied „Schlösser, die im Monde liegen“ aus „Frau Luna“. Daneben begeisterten Opern- und Operettenklassiker wie Puccinis „Quando m’en vo“, „O mio babbino caro“, das Vilja-Lied und „Meine Lippen, sie küssen so heiß“.
Nach der Pause öffnete sich das Programm weiteren musikalischen Welten. Mit Melodien wie „Moon River“, „Les Feuilles Mortes (Autumn Leaves)“, Ennio Morricones berührender Vocalise aus „Once Upon a Time in the West“ sowie „Time to say Goodbye“ schlugen die Künstlerinnen den Bogen von der klassischen Bühne zu bekannten Liedern, die viele Zuhörer seit Jahrzehnten begleiten.
Das Publikum dankte den Musikerinnen mit lang anhaltendem Applaus und begeisterten Rückmeldungen. Viele Besucher suchten im Anschluss das persönliche Gespräch und lobten nicht nur die hohe musikalische Qualität des Abends, sondern auch die besondere Nähe und Atmosphäre des Konzerts.
So wurde „Moon River“ zu einem Sommerabend, der Musik, Natur und Gemeinschaft auf eindrucksvolle Weise miteinander verband – und vielen Gästen noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.hö