„Sie haben es geschafft!“

von Redaktion

Ein großer Meilenstein ist geschafft: 26 Absolventen der Freien Waldorfschule Chiemgau haben in Übersee ihre Abiturzeugnisse erhalten. Bei der feierlichen Verabschiedung blickten Lehrer und Schüler auf die Schulzeit zurück und schmiedeten Pläne für die Zukunft.

Prien/Übersee – 26 junge Menschen haben die Freie Waldorfschule Chiemgau mit dem Abitur abgeschlossen. Bei der Abiturfeier im Gasthaus D’Feldwies in Übersee überreichten Lehrer die Zeugnisse und entließen die Absolventen offiziell, wie die Freie Waldorfschule Chiemgau mitteilt.

„Heute stehen
Sie im Mittelpunkt“

Mathematiklehrerin Annette Syska begrüßte die Abiturienten mit den Worten: „Sie haben es geschafft! Und deswegen stehen Sie heute im Mittelpunkt.“ Als Mathematiklehrerin sei ihre Grundhaltung das Üben, und das habe sie mit den Schülern intensiv getan. „Im Vermessungspraktikum zum Beispiel haben Sie sehr praktisch gelernt, was Präzision bedeutet. Vielleicht entdeckt der ein oder andere von Ihnen im späteren Berufsleben Elemente von dem, was wir zusammen erarbeitet haben. Ich wünsche Ihnen, dass Ihre Erfolgsgerade steil nach oben geht, ohne Wendepunkt.“

Klassenbetreuer und Deutschlehrer Johannes Stöckl blickte im Rahmen einer Dramenanalyse auf das vergangene Schuljahr zurück. Schmunzelnd berichtete er, dass er in der intensiven Vorbereitungsphase Hyperbeln wie „Das haben wir noch nie gemacht!“ habe hören können – was sich jedoch stets in Wohlgefallen aufgelöst habe. Besonders beeindruckt zeigte sich Stöckl vom Zusammenhalt der Klasse: „Wie Sie einander unterstützt haben, wie Sie Verantwortung übernommen haben und wie Sie füreinander da waren. Sie haben gezeigt, dass Hoffnung und Zuversicht durchaus begründete Kategorien sind. Gemeinschaft, Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit sind für Sie keine altmodischen Begriffe.“

Musikalisch umrahmten Mona Nitsche und Laurin Lohrmann die Feier mit Liedern über Freundschaft, bevor die Zeugnisse überreicht wurden. Die kommenden Wochen und Monate verbringen viele der Absolventen auf Reisen – die Ziele reichen von Irland und Georgien über Südamerika bis nach Neuseeland.

Konkrete
Zukunftspläne

Für die Zeit danach haben einige bereits konkrete Pläne: Konrad Stein kann sich eine Ausbildung zum Lokführer oder ein Studium des Eisenbahnwesens vorstellen, Max Reichert geht für ein Praktikum in ein Architekturbüro nach London und möchte langfristig den Dirigentenberuf weiterverfolgen. Veronika Koch-Sappl hat die Naturwissenschaften im Blick, Kira Veritsis die Wirtschaft.

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