TSV übernimmt Beachvolleyballplätze

von Redaktion

Rimstinger Räte sorgen sich um Einschränkungen der öffentlichen Anlage

Rimsting Der TSV Rimsting möchte eine eigene Beachvolleyball-Sparte gründen und hat den Plan, wenn die Gemeinde zustimmt, die drei Beachvolleyballplätze in der Rimstinger Strandanlage zu übernehmen und sich auch um deren Pflege zu kümmern. Die Anfrage sorgte bei den Räten für erhebliche Diskussionen, auch wenn das Angebot der Pflege und grundsätzlich die Ausweitung des sportlichen Angebots positiv beurteilt wurden. Der Knackpunkt: Wie sehr wird die öffentliche Nutzung der Anlage eingeschränkt, auch wenn gegebenenfalls nur ein Platz für den TSV zur Verfügung gestellt wird?

Angebot soll
niederschwellig bleiben

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stellte Bürgermeister Christian Moser das Ansuchen des TSV Rimsting vor. Es habe sich eine kleine Beachvolleyballgruppe etabliert, die als Sparte im TSV aufgenommen werden soll. Daher sei der Sportverein an die Gemeinde herangetreten und habe beantragt, die drei bestehenden Beachvolleyballplätze an der Strandanlage zu übernehmen und sich auch um die Pflege zu kümmern.

Während Christine Ilchmann (CSU) das Vorhaben einerseits als „gute Sache“ bezeichnete, wollte sie gleichfalls wissen, wie verhindert werden könne, dass Kinder von der Strandanlage sich auch dort aufhielten. „Das wird man nicht verhindern können“, räumte Moser ein. „Ich hab da a bisserl Bauchweh“, betonte Stephan Walter (Grüne) und begründete dies: „Das ist ja eine öffentliche Strandanlage und die möchte ich schon gern öffentlich lassen.“ Er war sich sicher, dass es bei einer Zustimmung zu Einschränkungen kommen werde. „Wie viel Öffentlichkeit wird denn dann noch zugelassen?“, fragte er und ergänzte, man solle das sportliche Angebot an der Strandanlage niederschwellig lassen.

Raimund Steinberger (UWG) urteilte hingegen, dass es sehr gut sei, dass der TSV eine neue Sparte anbiete, und besonders gut sei, dass sich der Verein auch um die Plätze kümmern wolle. Regina Feichtner von der Verwaltung ergänzte, dass es sich ja nur um einen Platz handele, das Angebot des Kümmerns sich aber auf alle drei erstrecke. „Ja, aber dann kommt an den ein Schild dran und dann ist das schon eine Einschränkung“, so Walter. Matthias Feichtner (UWG) forderte ein Schild, auf dem die Trainingszeiten genau draufstehen sollen. Außerdem solle man die Entwicklung genau im Auge behalten, forderte Klaus Tiefenbacher (CSU). „Ich sehe darin das Ende der Öffentlichkeit“, wandte sich Stephan Walter gegen den Antrag.

Ein Jahr
auf Probe

Mit der Gegenstimme von Stephan Walter stimmte der Gemeinderat für die Nutzung durch den TSV wie beantragt, einschließlich dessen Angebot, sich um die Plätze zu kümmern. Die entsprechende vertragliche Regelung ist mit einer einjährigen Probephase abzuschließen. Nach einem Jahr soll Bilanz gezogen und das Thema nochmals erörtert werden, sollten Probleme aufgetaucht sein.

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