158 Immobilien werden teurer

von Redaktion

Marquartstein erhöht Zweitwohnsitzsteuer und Ticketpreise für die Hochplattenbahn

Marquartstein – Bürgermeister Andreas Scheck (BfM) hat in der jüngsten Gemeinderatssitzung erklärt, dass die Fahrpreise der Hochplattenbahn angepasst werden müssen. Die vergangene Preisanpassung für die Hochplattenbahn erfolgte im Juni 2024 für die Wintersaison 2024 und die Sommersaison 2025. Die Verwaltung war der Meinung, dass aufgrund gestiegener Kosten für Personal und Energie eine Anpassung ab der Sommersaison 2027 gerechtfertigt sei. Die Preise für Einzeltickets erhöhen sich im Schnitt um einen Euro. Die Gemeinderäte stimmten dem Vorhaben einstimmig zu. Durch die moderate Erhöhung der Fahrpreise werden circa 25.000 Euro mehr eingenommen, womit den gestiegenen Aufwendungen entgegengewirkt werden soll.

Diskussion über
Fahrradunterstand

Auch berichtete der Bürgermeister vom Kolloquium des Planungswettbewerbs für die Kindertagesstätte (Kita), die Grundschule und den Mehrzwecksaal. Die teilnehmenden Architekten hatten dabei die Fixierung des Fahrradunterstandes kritisch hinterfragt. Nach ihrer Auffassung würde der Radunterstand einen möglicherweise entstehenden öffentlichen Raum zwischen Kirche, Rathaus, Schule, Kindergarten und Mehrzwecksaal beeinträchtigen, sollte eine gelungene städtebauliche Anordnung die Verlegung der Parkplatz-Stellflächen mit sich bringen.

Der Fahrradunterstand ist im vergangenen Jahr neu errichtet worden. Seine Platzierung erfolgte entsprechend der Nutzung durch Mitarbeiter und Besucher des Rathauses, durch Schüler der Realschule und auch als Park-and-Ride-Standort für die nahegelegene Bushaltestelle. Er wird an dieser Stelle gut angenommen.

Andreas Scheck erläuterte die berechtigte Kritik der Planer: „Wenn ein Planer den Parkplatz für eine außerordentliche städtebauliche Anordnung der neuen Gebäude ‚opfert‘ und die Gebäude mit guten Gebäudebeziehungen zu Kirche und Rathaus positioniert, wäre ein unmittelbar davorstehender Fahrradunterstand hier komplett fehl am Platz. Deshalb macht es Sinn, beim Fahrradunterstand genauso zu formulieren, wie beim Parkplatz selbst. Der Fahrradunterstand könne – wie er ist – in diesem Fall versetzt werden.“ Toni Entfellner (BfM) fand das eine gute Idee. Manfred Hollmann (Christlich-Soziale Union, CSU) war der Meinung, ein guter Architekt müsse das auch so lösen können, und stimmte als Einziger gegen den Beschluss.

Zudem stand die Anpassung der Zweitwohnungssteuer auf der Tagesordnung. Im Jahr 2020 war der Steuersatz für die Zweitwohnungssteuer von zehn auf 15 Prozent angehoben worden. Aktuell gibt es in der Gemeinde Marquartstein 158 Objekte, die zur Zweitwohnungssteuer veranlagt sind.

Die Verwaltung hatte ermittelt, dass die Sätze in fast allen Nachbargemeinden – bis auf Grabenstätt mit zehn Prozent und Unterwössen mit 15 Prozent – bei 20 Prozent liegen. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den Steuersatz für Zweitwohnungen im Gemeindegebiet zum 1. Januar 2027 auf 20 Prozent zu erhöhen. Der Beschluss soll Mitte des Jahres 2028 erneut überprüft werden. Für die Gemeinde bedeutet dies circa 71.600 Euro Mehreinnahmen im Jahr 2027.

Abschließend gab Bürgermeister Andreas Scheck einen kurzen Sachstandsbericht zum Planungswettbewerb. Für diesen hatten sich 170 Architekten mit Landschaftsplanern beworben. Zwölf von ihnen erfüllten die Zulassungsvoraussetzungen nicht. Unter den verbleibenden Bewerbern wurden 15 Teilnehmer und zehn potenzielle Nachrücker im Losverfahren ermittelt.

15 Teilnehmer beim
Planungswettbewerb

Inzwischen stehen alle Teilnehmer fest. Die Büros kommen überwiegend aus dem süddeutschen Raum, eines hat seinen Sitz in Wien. In einem Kolloquium wurden zudem noch zahlreiche Fragen der Teilnehmer beantwortet. Nun werde mit der Bearbeitung begonnen, erläuterte Scheck abschließend.

Artikel 1 von 11