Erfolg mit Sonnenstrom

von Redaktion

VR EnergieGenossenschaft zahlt vier Prozent Dividende

Siegsdorf – Mit einer Dividende von vier Prozent belohnt die VR EnergieGenossenschaft Oberbayern Südost eG ihre Mitglieder für das vergangene Geschäftsjahr. Das teilte die Genossenschaft im Rahmen ihrer 16. Generalversammlung im Festsaal in Siegsdorf mit.

Trotz eines unterdurchschnittlichen Sonnenjahres und regulatorischer Einschränkungen habe die Genossenschaft im Geschäftsjahr 2025 ein Ergebnis vor Steuern von 443.000 Euro erwirtschaftet, wie die VR EnergieGenossenschaft Oberbayern Südost eG mitteilt. Dieses Ergebnis habe die Ausschüttung der Dividende ermöglicht, die damit deutlich über dem aktuellen Kapitalmarktzins liege. Seit ihrer Gründung im Jahr 2010 habe die Genossenschaft insgesamt bereits 2,9 Millionen Euro an Dividenden an ihre Mitglieder ausgezahlt.

Mehr als 1.100
Beteiligungen

Zum Jahresende 2025 hätten sich laut der Mitteilung 1.128 Bürger, Firmen und Kommunen an der Genossenschaft beteiligt. Mit deren Geschäftsguthaben von 8,3 Millionen Euro sowie Fremdkapital heimischer Regionalbanken seien bislang 43 Photovoltaikanlagen im Gesamtwert von über 22 Millionen Euro realisiert worden. Dabei seien nach Angaben der Genossenschaft fast ausschließlich regionale Firmen beauftragt worden, um die heimische Wirtschaft zu stärken.

Auch die Kommunen und der Staat profitierten von dem wirtschaftlichen Erfolg: Seit der Gründung habe die Genossenschaft 2,2 Millionen Euro an Gewerbe- und Körperschaftsteuern überwiesen. Hauptprofiteure seien dabei jene Gemeinden, in denen die Anlagen installiert sind. Zusätzlich verfüge das Unternehmen über bilanzielle Rücklagen von mehr als 1,4 Millionen Euro, die die Grundlage für die weitere Umsetzung der Energiewende vor Ort bilden sollen. Mit insgesamt 36 Dachanlagen und sieben Freiflächenanlagen sei die VR EnergieGenossenschaft Oberbayern Südost eG mittlerweile der größte regionale Erzeuger von Sonnenstrom im südöstlichen Oberbayern. Die installierte Leistung von 18.794 Kilowatt-peak reiche rechnerisch aus, um 5.500 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Der Prüfungsverband habe der Genossenschaft im Rahmen der Versammlung geordnete Rechtsverhältnisse sowie eine gute Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bescheinigt. Die Mitglieder erteilten demnach den Vorständen Jürgen Hubel, Albert Pastötter und Norbert Zollhauser sowie den vier Aufsichtsräten die Entlastung. Aufsichtsratsvorsitzender Josef Dandl sei für weitere drei Jahre in den Aufsichtsrat gewählt worden. Für den nicht mehr kandidierenden Karl Joachim Schmitt aus Bad Reichenhall sei Josef Babl aus Waging neu in das Gremium gewählt worden.

In einer Mitteilung verweist die Genossenschaft zudem auf aktuelle Zahlen der Bundesnetzagentur, wonach im vergangenen Jahr 58,8 Prozent der in Deutschland erzeugten Strommenge aus erneuerbaren Quellen stammten. Der wachsende Anteil heimischer Energiequellen mache Deutschland unabhängiger von Importen fossiler Energieträger und stärke zugleich die regionale Wirtschaft – eine Entwicklung, deren Bedeutung sich seit Beginn des Irankriegs durch stark gestiegene Preise an den Energiemärkten gezeigt habe.

Unabhängiger
von Importen

Von den politisch vorgegebenen Zielen der Energiewende sind die Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein allerdings noch weit entfernt. Um die gesetzten Ziele zu erreichen, sei laut der Genossenschaft eine engere Zusammenarbeit vor Ort notwendig, an der Politik, Unternehmen und Bürger beteiligt werden müssten.

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