Vorbereitungen für die Korridorsanierung laufen

von Redaktion

Viel befahrene Strecke zwischen Rosenheim und Salzburg wird zukunftsfit gemacht – Start am 7. Februar 2027

Rosenheim – Zwischen Rosenheim und Salzburg erneuert die Deutsche Bahn (DB) ab kommendem Jahr auf rund 40 Kilometern Gleise, mehr als 40 Weichen und etwa 100 Kilometer Oberleitungen. Wie die DB AG in einer Pressemitteilung bekannt gibt, laufen die Vorbereitungen für die sogenannte Korridorsanierung im Abschnitt Rosenheim-Freilassing bereits auf Hochtouren. Die eigentliche, fünfmonatige Bauphase ist vom Sonntag (7. Februar 2027) bis Freitag (9. Juli 2027) angesetzt.

Zuständig für die Sanierung ist laut Mitteilung die DB InfraGO, die damit die dritte von insgesamt sieben geplanten Korridorsanierungen in Bayern vorantreibt.

Aktuell laufen laut DB AG vorbereitende Arbeiten wie Baugrunduntersuchungen, Vermessungen und Vegetationsrückschnitt entlang der Strecke. Ab dem Herbst sollen zudem die Flächen für die Baustelleneinrichtung entstehen.

Neben den Gleisen, Weichen und Oberleitungen sanieren die Verantwortlichen im Zuge der Bauarbeiten auch vier Brücken, eine Stützwand, fünf Durchlässe und zwei Schwergewichtsmauern. Zusätzlich modernisiert die DB InfraGO die Leit- und Sicherungstechnik: Fünf Stellwerke sollen dabei für das europäische Zugbeeinflussungssystem ETCS vorbereitet werden.

Auch für die Fahrgäste soll sich einiges verbessern. Laut Mitteilung werden insgesamt sieben Bahnhöfe zwischen Rosenheim und Freilassing nach einem einheitlichen Qualitätsstandard modernisiert, wobei der barrierefreie Ausbau im Mittelpunkt steht. So erhalten die Verkehrsstationen Bad Endorf, Prien am Chiemsee, Bernau am Chiemsee, Übersee, Bergen (Oberbayern) und Teisendorf neue Bahnsteige. In Übersee, Bergen und Teisendorf werden zudem Aufzüge installiert sowie neue oder sanierte Personenunterführungen gebaut. In Traunstein sind kleinere Verschönerungsmaßnahmen vorgesehen.

Um Fahrgäste und Güter während der Bauphase weiterhin zuverlässig ans Ziel zu bringen, wird derzeit auch an einem Ersatzverkehrskonzept gearbeitet. Die Details dazu erarbeitet die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) gemeinsam mit den beteiligten Eisenbahnverkehrsunternehmen und der DB InfraGO. Das Konzept soll im Herbst veröffentlicht werden. Zu diesem Zeitpunkt soll auch ein Infomobil entlang der Strecke unterwegs sein, um Reisende und Anwohner zu informieren.

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