Bergen – An einem nicht mehr genau bekannten Tag im Jahr 2014 hatten eine Handvoll Bergener eine scheinbar geniale Idee: Sie wollten eine Musikveranstaltung auf die Beine stellen, um zu zeigen, was die Gemeinde Bergen musikalisch zu bieten hat. Aus dieser Idee ist das „Grimmig und Grantig“-Festival erwachsen, ein Musikfest für die ganze Familie. Dieses Festival mit 15 Musikacts ist am vergangenen Wochenende zum zehnten Mal über die Bühne gegangen.
Die Idee: die Menschen
zusammenbringen
Was damals, im Jahr 2015, zum ersten Mal im Kurpark gefeiert wurde, war bescheidener, begrenzter und wurde bei Regen durchgeführt – und war dennoch ein großer Erfolg. Ganz Bergen schien auf den Beinen zu sein, um den Musikern im Kurpark zu lauschen sowie die Musik und die Freude am gemeinsamen Feiern und Zusammenkommen zu genießen.
Der Erfolg hielt auch in den weiteren Jahren an, die Bekanntheit des Festivals wuchs, bis die Corona-Pandemie kam. In den Jahren 2020 und 2021 konnte das Festival nicht stattfinden. Was aber überdauerte, war die Idee, die Menschen zusammenzubringen, gemeinsam zu feiern, das Leben zu genießen und das am besten bei guter Musik.
Und so rappelte sich das Team um Andy Auer und sein Team auf, um 2022 erneut ein Festival auf die Beine zu stellen. Unterstützung in der Gemeinde wurde schnell gefunden, ebenso viele Freiwillige, die sich engagieren wollten. Die Bands der ersten Stunde sagten zu, ebenso wie viele weitere, die die offenen Bühnen im großen Kurpark als besonders empfanden.
Nun – weitere vier Jahre später – feierte das Festival sein Zehnjähriges, und dies mit einer großen Fangemeinde. Das Konzept ist ausgereift, die Gäste wie auch die Bands sind zufrieden und voller Lob für die Veranstalter, die sich um die Besucher kümmern wie um eine Familie: mit abwechslungsreicher Musik unterschiedlicher Stilrichtungen, verschiedensten Gaumenfreuden und Getränken aller Art.
Buntes Programm
auf zwei Bühnen
Zum Jubiläum wurden die Veranstalter mit bestem Festivalwetter, mit Sonne und mäßigen Temperaturen belohnt. Mit einem Team von fast 60 Leuten, allesamt Ehrenamtliche, gelang ein Festival mit Legendenpotenzial – friedlich und familiär.
Tradition ist es, und das seit der ersten Stunde, dass die örtliche Musikkapelle das Festival eröffnet und einen kleinen Einblick in ihr Können bietet. Für musikalische Unterhaltung war wieder auf zwei Bühnen gesorgt. Gleich nach der Kapelle folgte auf der Trailer-Bühne „Lime Dessert“ mit Regina Zieher und Philipp Schulz, einem Bergener Duo, das auch beim ersten Festival mit seinen Songs überzeugte. Kaum war der letzte Ton gespielt, ging es auf der großen Pavillonbühne mit der „Oiweiumhoibeeife Jazzband“ weiter. Den Herren gelang es, die Stimmung weiter anzuheizen. Sie leiteten zum nächsten Interpreten, dem Lokalmatador Lukas Löffler auf der Trailer-Bühne, über. Sitzend, liegend und tanzend wurde dem Songwriter gelauscht.
Dann eroberte eine junge Band aus Ruhpolding, „Sleepless Eyes“, die Hauptbühne. Mit ihren starken Stimmen überzeugten anschließend Miri Bond und Lu. Zudem folgte auf der Hauptbühne „Miss Mellow“, eine Münchner Band, gefolgt von „The Dibss“, einer Band, die nicht nur jeder Achentaler kennt.
Hinter den Kulissen wartete bereits die Band „Friedhelm Laxinger“ auf ihren Auftritt. Anschließend wurde es auf der großen Bühne international mit „La Fanfarria del Capitan“, einer argentinischen Formation. Den Abend auf der Bühne beenden durfte „Men of the Yeah“, ebenfalls alte Bekannte auf der „Grimmig und Grantig“-Bühne. Auf der Trailer-Bühne waren zudem „Hellnuts“ mit harten Tönen zum Nachmittagskaffee zu hören und „Banda Frizzante“ sowie „Pikant and Moort“. Schließlich begeisterte noch „Solaris“ und als letzter Akt auf der Trailer-Bühne kam „Midge’s Pocket“ mit Blues und Folk um die Ecke.
Nach einem musikalisch überraschenden und abwechslungsreichen Festival waren sich Gäste wie Veranstalter einig: Es war wunderschön und man freut sich bereits auf 2027, wenn der Kurpark mit seinen majestätischen Bäumen wieder zum Festivalgelände wird und die unterschiedlichsten Menschen miteinander friedlich und ausgelassen das Leben feiern.