Bier und Leberkäse als Lösegeld

von Redaktion

Nach dem Diebstahl und der Rückgabe des Firstbaums steht der feierlichen Einweihung der neuen Gemeinschaftshalle in Prien Mitte September nichts mehr im Wege. Örtliche Jungbauern hatten zugeschlagen und forderten Bier und Leberkäse als Auslöse. Bürgermeister Andreas Friedrich stimmte schließlich zu.

Prien Am Priener Wertstoffhof herrscht vor den Containern oft Verkehrschaos, gerade wenn viele Priener am Wochenende die Gelegenheit nutzen, um ihre Gartenabfälle, Glas, Sperr- oder Plastikmüll am Bauhof abzuliefern. Nicht selten bildet sich eine Autoschlange vor der Einfahrt, weshalb Mitarbeiter die Ein- und Ausfahrt koordinieren müssen.

Jungbauern entführen
den Firstbaum

Dieses Bild soll in drei Monaten der Vergangenheit angehören. Neben Wertstoffhof und Heizkraftwerk nimmt die neue Gemeinschaftshalle von Bauhof und Feuerwehr immer mehr Gestalt an. Nur fehlte plötzlich der First. Die Priener Jungbauern hatten den neun Meter langen Firstbaum „entwendet“. Mit Girlanden geschmückt wurde er aber wieder zurückgebracht. Allerdings nicht ohne ein Lösegeld. Die Bürgermeister, Geschäftsführer und Gemeinderäte waren vor Ort und hatten Getränke und Leberkäse mit Kartoffelsalat als Auslöse bereitgestellt. Für jeden Meter forderten die Verhandlungsführer der Jungbauern, Maximilian Kollmannsberger und Benedikt Ammer, aber zusätzlich ein Tragerl Bier. Außerdem verlangten sie die Erlaubnis, die Halle an einem Wochenende für eine Veranstaltung nutzen zu dürfen.

Bürgermeister Friedrich willigte schließlich ein und so steht der feierlichen Einweihung mit Fahrzeugsegnung Mitte September nichts mehr im Wege.

Einigung und
feierliche Einweihung

Dann wird auch in einem Abteil der Halle die große Presse für Plastikmüll aufgestellt sein. Sie soll die bisherigen Container ersetzen, wodurch mehr Verkehrsfläche und Platz für Parkplätze gewonnen wird.

Eine Ampelschaltung und die separate Nord-Ausfahrt sorgen künftig für besseren Verkehrsfluss.

Die Feuerwehr erhält zudem dringend benötigte Lagerfläche, auf die sie an einem Wochenende verzichten muss.

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