Unterwössen – Ein lauer Sommerabend hat den passenden Rahmen für das jüngste Standkonzert der Musikkapelle Wössen am Musikpavillon im Kurpark geboten. Die Kapelle präsentierte sich unter der Leitung von Dirigent Rupert Fladischer in großer Besetzung.
Moderator Peter Kurfer führte durch den Abend und lenkte den Blick gleich zu Beginn auf die erste Zuhörerreihe. Dort saß der Nachwuchs der lokalen Bläserklasse der Musikschule mit ihrem Lehrer Benedikt Paul, um einen solchen Auftritt aus nächster Nähe zu erleben. Kurfer machte ihnen den Platz im Pavillon schmackhaft: „Vielleicht sitzt ihr bald selbst zwischen den Wössner Musikanten und spielt dort ein Standkonzert.“ Musikalisch spannte die Kapelle den Bogen vom Konzertmarsch bis zum aktuellen Stimmungstitel. Mit „Das Abzeichen“ von Stefan Marinoff eröffnete sie marschbetont und geschlossen. Zur Polka „In unserem Städtchen“ von Karl Valdauf erläuterte Kurfer die Feinheiten des Satzes. Mit „Böhmische Geschichten“ folgte ein Walzer aus der Egerländer Tradition.
Danach wechselte die Kapelle ins Heute: Wolfgang Kaindl junior und Toni Döllerer übernahmen den Gesang bei Oimaras „Wackelkontakt“, einer Nummer aus den 70er-Jahren. „Espresso & Tschianti“ von Josh brachte modernen Pop in die Blasmusikbesetzung. Den Bogen zurück zum Ursprung spannte die Kapelle mit „Meine Leidenschaft“, einer Polka von Alexander Pfluger, und besonders mit „Highland Cathedral“. Die Komponisten Ulrich Roever und Michael Korb verzichten in ihrem Arrangement auf den traditionellen Dudelsack. Die tragende Melodie setzt stattdessen auf das Flötenregister. Als Zugaben gab es „Bis bald auf Wiederseh’n“ und den „Standschützenmarsch“. lfl