Seebruck – Rund 200 Tonnen Nagelfluh sichern nun die Uferböschung unterhalb der Alzbrücke in Seebruck. Nach vier Wochen Bauzeit sind die Sanierungsarbeiten abgeschlossen, wie das Wasserwirtschaftsamt Traunstein mitteilt.
Bepflanzung sorgt
für natürliches Grün
Die Arbeiter der Flussmeisterstelle Salzach, die zum Wasserwirtschaftsamt Traunstein gehört, verbauten den hellen Naturstein auf einer Länge von 100 Metern. Damit ist das Gelände auf der linken Alzseite künftig vor Unterspülungen durch den Fluss geschützt. Die Kosten belaufen sich auf 60.000 Euro. Die neue Uferlinie beginnt auf Höhe der Ampel von Traunstein kommend. Auch wenn die Steinsicherung derzeit noch deutlich sichtbar ist, soll die Böschung schon bald deutlich grüner wirken: Die Fugen zwischen den Steinen sind bereits mit Grassoden verfüllt, die von einer naturbelassenen Wiese an der Salzach stammen. In der Mauer wurden außerdem Pflanznischen angelegt. Dort sollen künftig der Gemeine Schneeball, der Gemeine Liguster und das Pfaffenhütchen wachsen. Für zusätzliches Grün soll eine neu eingesetzte Schilfzone im Wasser sorgen, deren Wurzeln erst noch anwachsen müssen. Zwischen Bebauung und Böschung wurden zudem eine Schwarzerle und eine Silberweide gepflanzt. Zwei Kopfweiden bleiben trotz Umgestaltung erhalten – sie sind eingekürzt, sollen aber wieder austreiben und wachsen.
Gefällte Eiche dient
als Lebensraum
Eine dritte Weide musste gefällt werden. Sie liegt nun ein Stück flussabwärts in der Alz, wo sie fest verankert und durch eine Kiesbank ergänzt wurde. Dort soll sie künftig zahlreichen Lebewesen als neuer Lebensraum dienen.
Die Pflege des neu gestalteten Bereichs übernimmt laut Mitteilung das Wasserwirtschaftsamt Traunstein als Dienststelle des Freistaats Bayern, dem der Grund gehört.