Besucherrekord bei „Swinging Prien“

von Redaktion

Ein neuer Besucherrekord hat das Musik-Festival in Prien am Chiemsee geprägt. Bei dem am Freitag, 3. Juli, gestarteten dreitägigen Fest haben Tausende Gäste im Ortszentrum gefeiert. Auf fünf Bühnen boten 21 Bands ein vielfältiges Programm und sorgten für eine großartige Stimmung.

Prien – Traumhaftes Sommerwetter und ein vielseitiges Musikangebot haben am vergangenen Wochenende wieder Tausende Besucher in das Priener Ortszentrum gelockt, wie die „Prien Marketing GmbH“ in einer Pressemitteilung berichtet. Musiker von 21 Bands boten auf fünf Bühnen über drei Tage ein vielfältiges Programm, bei dem für jeden etwas dabei war.

Große Vielfalt
auf fünf Bühnen

Den Auftakt bildete das Eröffnungskonzert am Freitagabend mit der „Blues-Blosn“. Schon zu Beginn waren alle Bänke und Tische im Kurpark besetzt, und einige Besucher machten es sich auf Picknickdecken bequem. Die zehnköpfige Formation aus Rosenheim brachte das Publikum mit Blues, Soul und Kult-Oldies schnell in Festival-Stimmung.

Die Vielseitigkeit der Band um Sänger Peter Weinzierl zeigte sich gleich im ersten Set. Rockig ging es los mit „Mustang Sally“, für Swingfreunde folgten „Just a Gigolo“ und „Hit the Road Jack“. Titel wie „I Will Survive“ erkannte das Publikum schon beim ersten Ton. Bei „Preacher Man“ von Aretha Franklin wurde rhythmisch mitgeklatscht, bei den ABBA-Hits „Mamma Mia“ und „Dancing Queen“ wurde nicht nur getanzt, sondern auch lautstark mitgesungen.

Gegen Ende des Konzerts war die Tanzfläche bei immer fetzigeren Songs brechend voll, und die Stimmung erreichte zum Abschluss ihren Höhepunkt. So war es kein Wunder, dass die „Blues-Blosn“ erst nach zwei Zugaben endgültig die Bühne verlassen durfte. So vielseitig wie das Programm der Eröffnung war dann auch das Musikangebot am nächsten Tag. An der Bühne im Kurpark wurde auch am Samstag getanzt, sodass der Staub aufwirbelte.

Erst sorgte die Band „Cream Cake“ mit ihren Soul- und Crossover-Interpretationen wie „Lady Grey“ und „Virtual Insanity“ für Stimmung. Bei „Tom and the Krauts“ kamen die Freunde des 50er-Jahre-Rock’n’Rolls auf ihre Kosten. Mit Michael Alf war der lokale „King of Boogie-Woogie“ auf der Bühne, auf der er unter anderem mit der Eigenkomposition „Tiger Boogie“ ein Stück auf die Bühne brachte. Mit Swing und Blues ging es dann mit der Band „Marty and his Rockin’ Comets“ weiter mit Tanz in die Nacht.

Vom Kurpark aus hatte sich schon am Nachmittag das mobile Jazz-Orchester „Chiemsee Syncopaters“ auf den Weg durch Prien am Chiemsee gemacht und ließ mit Titeln wie „When You’re Smiling“ die guten alten Zeiten des klassischen Swing und Jazz der 1920er- bis 1940er-Jahre aufleben.

In der Bahnhofstraße war mit Jasmine Bayer Jazz und Blues geboten. Das folgende Trio konnte seine lateinamerikanischen Wurzeln nicht verleugnen: Das Trio „Cantos Amigo“ begeisterte mit einem mitreißenden Mix aus Latin, Rumba und Rock. In diesem Jahr brachte die in Kuba geborene Sängerin Yinet Rojas, die man auch von den „CubaBoarischen 2.0“ kennt, das „Latin-Feeling“ mit ihrem Charme nach Prien am Chiemsee.

„Gute-Laune-Musik“ nannte es eine Zuhörerin, was erst die Jugend-Big-Band der Stadtkapelle Rosenheim und anschließend drei Stunden lang die „SwingINN-BigBand“ Rosenheim auf die Bühne beim Café Nova zauberte und die Menschen zum Swingen und Tanzen einlud.

Rockige Töne und
Partystimmung

Für die Jugend und das eher Hard- und Punkrock-begeisterte Publikum stellte Benji vom Piraten-Pub wieder einiges auf die Bühne. Am Wendelsteinplatz ging es mit „Schlawindl“ für die kleinsten Besucher mit dem „Roll Rock auf den Geigelberg“ los. Dann zündeten „Dirty Mindz“ mit Punkrock, Ska und Reggae-Rock sowie „The Black Elefant“, die „Less-Band“ und „The Sensitives“ aus Schweden den Platz noch vor der Feuershow an.

Am Marktplatz standen schwerpunktmäßig Rock, Pop und Soul auf dem Programm. Die im südostbayerischen Raum bekannte Band „Extra Dry“, die mit Blues, Country oder energiegeladenen Rocksongs wie „Money for Nothing“ von den Dire Straits oder „Hold the Line“ von Toto dem Publikum auch unter den Sonnenschirmen kräftig einheizte, machte hier den Anfang. Danach folgte „Uncle Beat“ ebenfalls mit Rockklassikern, bevor es mit der Soul- und Funkband „Sugar Souls“ auf den Höhepunkt des Abends zuging. Die elfjährige Lili Engelmann hatte hier einen großen Auftritt. Sie verzückte mit dem Song „Valerie“ von Amy Winehouse das Publikum. Und danach war die Partystimmung nicht mehr aufzuhalten: Bis nach Mitternacht brachte die Band die Stimmung mit Hits wie „Diggin’ on James Brown“, „Celebration“, „I’m so excited“ und „Street Lights“ zum Brodeln.

Kulinarik, Mode und
ein runder Abschluss

Aber nicht nur die Musik sorgte für ein gelungenes Festival. An jeder Bühne gab es Essensstände. Die Bernauer Straße hatte sich in eine Genussmeile mit Food-Trucks verwandelt. Man bekam eine große kulinarische Auswahl, die fast alles bot, was das Herz begehrt. Für die Kinder war auf der Kreuzung erstmals eine Spielstation eingerichtet worden. Den Auftakt des Festivals hatte am frühen Samstagnachmittag am Wendelsteinplatz schon eine von den „PrienPartnern“ und den Priener Geschäften organisierte, gut besuchte und von Claudia Steiger hervorragend moderierte Modenschau gemacht. Außerdem fand dort am späten Abend die Feuershow mit „Mad Hias“ statt. Den Festausklang von „Swinging Prien“ bildete am Sonntagvormittag wieder der ökumenische Gottesdienst mit Diakon Michael Leberle und Pfarrer Martin Zöbely. Zum Frühschoppen spielte die „Red Button Big Band“ auf, und pünktlich zum Start des Priener Radkriteriums gab es dann doch ein paar Regenschauer, die aber der guten Stimmung nichts anhaben konnten.

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