Ruhpolding – Seit rund zwei Jahren läuft am Stützpunkt Ruhpolding das Projekt „Biathlon-4-All“ – und das mit Erfolg. Die Maßnahme ist von der Internationalen Biathlonunion (IBU) initiiert worden, um Biathlon einem breiten Publikum näherzubringen und Nachwuchs zu gewinnen. Zuständig für das Projekt im heimischen Bereich ist Jugend-Trainerin Martina Seidl.
„Wir gehen mit dieser Idee an Grundschulen der Region in die dritten und vierten Klassen und bieten eine Doppelstunde Sport an“, erklärt Seidl. Mittlerweile ist man an rund zehn Schulen gewesen, um Schüler zu einem Schnuppertraining zu motivieren. Alle 14 Tage, jeden Montagnachmittag ab 16 Uhr, finden sich die Teilnehmer zum Schnuppern in der Chiemgau Arena ein. „Je nach Lust können sie Biathlon ausprobieren, geschossen wird mit Lasergewehren“, so die Trainerin. Drei solcher Laser- oder auch Lichtgewehre hat der DSV dem heimischen Stützpunkt zukommen lassen.
Ziel ist es, möglichst viele der interessierten Grundschüler in die Schülergruppe mit dem Luftgewehr zu integrieren. Diese Gruppe trainiert zwei bis viermal in der Woche.
„Von zehn Kindern aus den Grundschulen kommen rund vier davon in die Luftgewehr-Gruppe“, freut sich Seidl über den Zuspruch. „Seit dem Januar bemühen wir uns um den Nachwuchs und es funktioniert ganz gut“, so die engagierte Trainerin.
Auch zuletzt beim Internationalen Biathlon-Tag in der Chiemgau Arena wurde „Biathlon-4-All“ den Zuschauern nähergebracht. „Mich freut es ganz besonders, dass Franziska Preuß regelmäßig zum Training vorbeischaut und uns unterstützt, auch Simon Schempp ist gelegentlich vor Ort“, berichtet Martina Seidl erfreut über diese Unterstützung.shu