Seeon-Seebruck – Der Seerosenweg am Seeoner See begeistert seit seiner Eröffnung im Jahr 2020 Einheimische und Gäste. Entstanden ist er durch das Engagement der ehrenamtlichen Initiative „Seerosenwegler“ um Edith Urbauer, Maria Wegerer, Fritz Linner und Michael Berger, die das Konzept gemeinsam mit der Gemeinde und der Tourist-Information entwickelten und umsetzten.
Da die ursprünglich in Buchform gestalteten Holztafeln an den Stationen im Laufe der Zeit durch die Witterung gelitten hatten, suchte die Gemeinde nach einer langlebigeren Lösung. Fündig wurde sie in der Keramischen Werkstätte von Wolfgang Irmer in Seeon. Über mehrere Monate hinweg arbeitete Irmer laut Mitteilung verschiedene Muster aus, experimentierte mit Farben und entwickelte Schritt für Schritt die heutige Ausführung. Ein besonderes Detail mache die neuen Tafeln dabei einzigartig: In die Glasur wurde Lehm aus Seeon eingearbeitet.
Die neuen Tafeln sind mittlerweile angebracht und können auf dem etwa einstündigen Spazierweg betrachtet werden. Bürgermeister Martin Bartlweber, für den der Seerosenweg eines der ersten großen Projekte während seiner Amtszeit war, zeigte sich erfreut über die Umsetzung: „Der Seerosenweg war ein Herzensprojekt von mir, schon als Gemeinderat. Diese Spazierrunde am Seeoner See ist nicht nur landschaftlich beeindruckend, sondern verbildlicht ein Stück Geschichte unserer Heimat. Deshalb freut es mich sehr, dass wir mit den neuen Keramiktafeln eine nachhaltige und zugleich wunderschöne Lösung für dieses besondere Projekt gefunden haben.“
Traditionell treffen sich Bartlweber und die Seerosenwegler einmal jährlich zu einem gemeinsamen Rundgang entlang des Weges, um mögliche Verbesserungen oder notwendige Instandsetzungen zu besprechen. In diesem Jahr war auch Wolfgang Irmer mit dabei, sodass die neuen Keramiktafeln erstmals gemeinsam begutachtet werden konnten. Das Fazit fiel dabei laut Gemeinde einstimmig positiv aus.
Mit den neuen Keramiktafeln sei der Seerosenweg nicht nur dauerhaft für die kommenden Jahre gerüstet, sondern habe auch gestalterisch deutlich gewonnen, teilt die Gemeinde Seeon-Seebruck abschließend mit. Das Projekt stehe damit einmal mehr für das erfolgreiche Zusammenspiel von ehrenamtlichem Engagement, regionalem Handwerk und einer engen Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Tourist-Information.